Liebe „Krone“-Leser! Haben Sie sich schon einmal über fehlende Kommunikation ihrer Kommune geärgert? In vielen Fällen geht es dabei um Baustellen oder zu spät oder gar nicht angekündigte Feste und Events. Stellen Sie sich jetzt vor, dass es plötzlich um Ihre Adresse geht – und Sie wissen von nichts.
So geschehen in der Stadt Salzburg. Hier wird im Dezember die Josef-Thorak-Straße durch Helene-von-Taussig-Straße ersetzt. Der NS-Profiteur soll von den Schildern verschwinden und einer Künstlerin, die 1942 in einem Konzentrationslager ermordet wurde, Platz schaffen. Das alleine birgt für viele bereits gewaltiges Diskussionspotenzial.
Doch auch in diesem Fall scheint die Stadt Salzburg – wie bereits bei der ersten Umbenennung einer NS-belasteten Straße Ende April 2025 – wieder einmal spät informiert zu haben, zu spät. Erst zwei Wochen vor dem Beschluss im Kulturausschuss landeten die Briefe des Magistrats zu den konkreten Plänen in den Postkästen der Bewohner.
Man mag nun zur Umbenennung stehen, wie man möchte. Einig dürften sich hier wohl die meisten sein, dass gerade bei bleibenden Veränderungen für zahlreiche Bewohner die Stadt in der Informationspflicht steht – und das rechtzeitig. Vielleicht ließe sich dann auch so mancher Diskussion gleich im Vorhinein der Wind aus den Segeln nehmen. Es heißt ja nicht umsonst: Durch das Reden kommen die Leute zusammen.
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