Rekord-Defizit

Wasserland Österreich sitzt auf dem Trockenen

Steiermark Newsletter
07.10.2026 09:30

Während die FPÖ noch immer über „Alarmismus“ beim Klimawandel diskutiert, leiden immer mehr Menschen an den ganz realen Folgen der menschengemachten Erderwärmung.  Wie etwa aktuell Bewohner von Leutschach, deren Brunnen erstmals kein Wasser mehr hergeben.

„Will ich wirklich, dass sie das tun?“ Hans Muster, Biobauer aus Leutschach, spricht von seinen Kindern. Zwei von dreien könnten sich vorstellen, den Hof zu übernehmen. „Ich liebe meinen Sohn und meine Töchter“, sagt er, und genau deshalb ist er sich nicht sicher, ob er das zulassen soll.

Drei Brunnen versorgten seine Familie und seinen Betrieb seit Generationen mit Wasser, jetzt sind alle leer. Ein absolutes Novum. Die Hälfte seiner 130 Tiere muss weg, weil es wegen der anhaltenden Trockenheit nicht mehr genug Futter gibt. Die Feuerwehr fährt mittlerweile täglich aus, um Steirer mit Wasser zu versorgen. Im Wasserland Österreich.

Und dann sitzt Herbert Kickl im ORF-Sommergespräch und rät zu mehr Gelassenheit statt „Alarmismus“. Den menschengemachten Klimawandel bezeichnete der FPÖ-Bundesparteiobmann gar als „Gotteslästerung“.

Am Hof von Hans Muster ist gerade niemand alarmistisch. Hier betet man für Regen. Und rechnet, wie viele Tiere man noch durch den Herbst bringt.

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