Während die FPÖ noch immer über „Alarmismus“ beim Klimawandel diskutiert, leiden immer mehr Menschen an den ganz realen Folgen der menschengemachten Erderwärmung. Wie etwa aktuell Bewohner von Leutschach, deren Brunnen erstmals kein Wasser mehr hergeben.
„Will ich wirklich, dass sie das tun?“ Hans Muster, Biobauer aus Leutschach, spricht von seinen Kindern. Zwei von dreien könnten sich vorstellen, den Hof zu übernehmen. „Ich liebe meinen Sohn und meine Töchter“, sagt er, und genau deshalb ist er sich nicht sicher, ob er das zulassen soll.
Drei Brunnen versorgten seine Familie und seinen Betrieb seit Generationen mit Wasser, jetzt sind alle leer. Ein absolutes Novum. Die Hälfte seiner 130 Tiere muss weg, weil es wegen der anhaltenden Trockenheit nicht mehr genug Futter gibt. Die Feuerwehr fährt mittlerweile täglich aus, um Steirer mit Wasser zu versorgen. Im Wasserland Österreich.
Und dann sitzt Herbert Kickl im ORF-Sommergespräch und rät zu mehr Gelassenheit statt „Alarmismus“. Den menschengemachten Klimawandel bezeichnete der FPÖ-Bundesparteiobmann gar als „Gotteslästerung“.
Am Hof von Hans Muster ist gerade niemand alarmistisch. Hier betet man für Regen. Und rechnet, wie viele Tiere man noch durch den Herbst bringt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.