Prozess in Tschechien
Baby fiel bei Geburt zu Boden – Arzt verurteilt
In Tschechien ist ein Mädchen bei der Geburt vor vier Jahren mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen. Es erlitt einen Schädelbruch und musste mehrere Wochen im Krankenhaus behandelt werden. Nun wurde der Arzt, der damals bei der Geburt dabei war, wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt.
Laut einem Gutachten der Universitätsklinik in Prag hätte der Mediziner das Risiko vorhersehen und im Falle von Komplikationen eine Hebamme um Hilfe bitten müssen. Das Mädchen sei nach der Geburt mehrere Wochen im Krankenhaus behandelt worden, habe nach derzeitigem Stand aber keine bleibenden Schäden davongetragen, hieß es.
Der Unfall hatte sich bereits 2022 in einem Krankenhaus in Ceska Lipa ereignet. Der Arzt wies vor Gericht jede Schuld von sich und sprach von einer „Projektilgeburt“. Er habe sich um eine abgewinkelte Hand gekümmert und die Mutter aufgefordert, nicht zu pressen.
14.000 Euro Entschädigung an Familie
Die Richterinnen und Richter sahen das anders und verurteilten den Tschechen zu einer Haftstrafe von vier Monaten auf Bewährung. Zudem muss er der Familie wegen fahrlässiger Körperverletzung eine Entschädigung von umgerechnet 14.000 Euro zahlen.

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