Die Spannung steigt: Bringt der heutige Sonntag die Entscheidung im Krimi um die SPÖ? Die Genossen schielen heute gespannt über den Semmering, wo sich das Schicksal von Andreas Babler entscheiden dürfte.
Offenbar schließt dieser nicht mehr gänzlich aus, zumindest das Amt des Parteivorsitzenden abzugeben. Mit dabei beim Krisentreffen ist freilich auch der steirische Roten-Chef Max Lercher, der vom Landesparteivorstand mit einem umfassenden Verhandlungsmandat ausgestattet wurde. Er gilt als Kritiker von Babler und wäre wohl froh, wenn dessen Ära bald beendet wäre. Offiziell deklarieren will sich der wortgewaltige Obersteirer jedoch nicht. Nur so viel: „Die Landesorganisationen sollen ihrer Verantwortung nachkommen und eine gemeinsame Linie finden!“
Das heißt allerdings nicht, dass die Steirer mit der Ablehnung Bablers automatisch Gerhard Zeiler favorisieren. Bei der Sitzung Mittwochabend gab es sowohl Stimmen für als auch gegen den Medienmanager – damit polarisiert der ehemalige ORF-Chef genauso wie der ehemalige Traiskirchner Bürgermeister.
Hört man sich an der roten Basis um, dominiert vor allem ein Wunsch: Die Partei möge jemand übernehmen, der den Freiheitlichen und Herbert Kickl Paroli bieten kann. Wie ein steirischer Funktionär allerdings kritisch anmerkt: „Derzeit wüsste ich niemanden, der das schaffen soll.“ Es wird spannend . . .
Schönen Sonntag mit Ihrer „Krone“ – in Print und online!
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