Erhebung der Weltbank

Jobkiller KI: Diese Länder trifft es am stärksten

Digital
05.08.2026 09:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Arbeitnehmer in reicheren Weltgegenden wie Europa oder den USA müssen laut einer Erhebung der Weltbank wegen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) deutlich stärker um ihren Arbeitsplatz bangen als jene in ärmeren Ländern. Das Risiko einer Automatisierung ihrer Arbeit sei mehr als dreimal so hoch wie in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen, wie aus einem Bericht des Instituts hervorgeht.

14,2 Prozent der Arbeitsplätze in reicheren Ländern seien durch KI-Einsatz gefährdet. In Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen seien dagegen nur 4,5 Prozent der Jobs bedroht.

Zugleich betonte die Weltbank mit Sitz in Washington, dass die Produktivität bei 16,2 Prozent der Jobs in Entwicklungsländern durch KI-Nutzung gesteigert werden könne. Damit liege der Wert nahe an jenem, der für Länder mit hohem Einkommen prognostiziert wird (18,7 Prozent). „Sie benötigen keine großen Modelle oder Big-Data-Zentren, um von KI zu profitieren“, erläuterte Weltbank-Chefvolkswirt Indermit Gill mit Blick auf die einkommensschwächeren Länder. Bereits kleine und kostengünstige KI-Werkzeuge könnten Millionen von Menschen eine bessere medizinische Versorgung, Bildung und Landwirtschaft ermöglichen.

Internetzugänge und Energieversorgung als Schlüsselfaktoren
Die Autoren des Berichts betonten allerdings, dass dafür ausreichende Bedingungen geschaffen werden müssten. So müssten die Regierungen in den einkommensschwächeren Ländern dafür sorgen, dass Internetzugänge möglich sind und die Energieversorgung gesichert ist. Ohne gezielte Maßnahmen könnte KI die Kluft zwischen den Ländern vergrößern, die Ungleichheit innerhalb von Ländern verschärfen und die Marktmacht konzentrieren, hieß es.

Die Weltbank zählt zu den Ländern mit hohem Einkommen viele europäische Länder, die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate, Japan und Südkorea. Als Länder mit mittlerem Einkommen kategorisiert sie etwa Brasilien, China, Mexiko, Ägypten, Indien, Thailand und Vietnam. Ein geringes Einkommen erzielten Arbeitnehmer etwa in Afghanistan, Äthiopien, Syrien und Uganda.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

krone.at
krone.at
Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung