Wenig Wind half

Große Waldbrände bei Athen unter Kontrolle

Ausland
05.08.2026 11:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die großen Waldbrände westlich von Athen sind unter Kontrolle. Bei den Löscharbeiten ist das aktuelle Wetter hilfreich, da es kaum Wind gibt. Die Feuerwehr bekämpft noch rauchende Glutherde und neu entflammende Kleinbrände.

Menschen konnten zum Teil wieder in ihre Häuser zurückkehren. Griechische Politikerinnen und Politiker diskutieren über einen Zuschuss für eine vorübergehende Unterkunft, um jene zu unterstützen, die ihr Heim verloren haben. Für Betriebe, Anlagen und Landwirtinnen sowie Landwirte gibt es gesonderte Hilfen. Ungefähr 100 Häuser sind bisher verbrannt, vor allem im Küstenort Porto Germeno. Sie sollen jetzt begutachtet werden.

Die Umweltschäden sind noch kaum abzuschätzen. Ungefähr 80 Quadratkilometer Wald, Buschland und landwirtschaftliche Flächen fielen den aktuellen Bränden zum Opfer. In den ersten Tagen der Feuer hätten die äußerst starken Winde die Flammen rasend schnell vorangetrieben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Hunderte Feuerwehrleute und Freiwillige waren jetzt die fünfte Nacht in Folge im Einsatz.

Die griechische Regierung diskutiert derzeit über Zuschüsse für vorübergehende Unterkünfte.
Die griechische Regierung diskutiert derzeit über Zuschüsse für vorübergehende Unterkünfte.(Bild: AFP/ANGELOS TZORTZINIS)
Wald, Buschland und landwirtschaftliche Flächen fielen den Flammen zum Opfer.
Wald, Buschland und landwirtschaftliche Flächen fielen den Flammen zum Opfer.(Bild: AFP/ANGELOS TZORTZINIS)
Seit Montag wütet auch ein Brand in einem Naturschutzgebiet in den Niederlanden.
Seit Montag wütet auch ein Brand in einem Naturschutzgebiet in den Niederlanden.(Bild: AFP/JEFFREY GROENEWEG)

Weit verteilte Glutnester
Man müsse noch mit weit verteilten Glutnestern in teils unzugänglichem Gebiet zurechtkommen, sagte der Sprecher. „Wir wollen jeden Funken unter Kontrolle bringen, aber das wird dauern.“ Das Militär unterstützt mit schwerem Räumgerät, um schützende Schneisen zu schlagen und Einsatzkräften in dicht bewachsenen Regionen den Weg freizuräumen. 

Gute Neuigkeiten gab es am Mittwoch auch aus den Niederlanden: Dort hat sich der Großbrand in einem Naturgebiet im Osten des Landes nicht weiter ausgedehnt. In der Früh wurden erneut Löschhubschrauber der Armee eingesetzt. Die Bedingungen seien trotz hoher Temperaturen günstig, sagte der Sprecher der Sicherheitsregion Limburg-Nord. Am Vortag hatten die sich ständig drehenden Winde noch die Löscharbeiten erschwert. Zudem wurden Sprengstoffreste aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, daher rückte der Sprengstoffräumdienst der Armee aus. Das Feuer wütet seit Montag.

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