Mo, 18. Juni 2018

Smartphone, PC, TV

16.10.2014 09:45

Parallele Mediennutzung in Österreich am Vormarsch

Mit dem Smartphone, Tablet oder Notebook vor dem Fernsehen – für Internetnutzer ist die parallele Nutzung von mindestens zwei Medien längst alltäglich. Das zeigt eine Studie, für die mehr als 3.000 Personen in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt wurden.

Beim sogenannten "Media-Meshing" greifen neun von zehn Befragten gleichzeitig auf Online-Inhalte und Fernsehen zu, aber auch das Radio wird mit Werten von über 80 Prozent stark parallel genutzt. Besonderer Beliebtheit erfreue sich derzeit "Social TV-Buzz", also das Kommentieren bzw. Lesen von Kommentaren bei gleichzeitigem Konsum von TV-Inhalten. Smart-TVs hingegen, also internetfähige Fernsehgeräte, sind "in der Nutzung noch nicht so stark verankert", wie Benedikt Köhler vom durchführenden Marktforschungsinstitut d.core bei der Präsentation der Ergebnisse am Mittwoch in Wien erläuterte.

Während der Ländervergleich insgesamt etliche Gemeinsamkeiten offenbart, gibt es in puncto Alter und Geschlecht mitunter große Unterschiede. So etwa bei der Internetnutzung via Smartphone: Insgesamt gibt es im DACH-Raum 32 Millionen Onliner, die wochentags mehr als eineinhalb Stunden mit ihrem Smartphone Online-Dienste nutzen. Besonders hohe Werte erzielten die "Digital Natives": "25 Prozent der unter 25-Jährigen sind länger als acht Stunden online", so Köhler.

Ähnlich sehen die Ergebnisse für den Bereich Laptop/PC aus, der die Nutzungsdauer betreffend insgesamt in allen drei Ländern die Nase vorne hat. In Österreich folgen auf den weiteren Plätzen Radio sowie Internetnutzung via Smartphone. Insgesamt sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz 53 Millionen Onliner wochentags mehr als drei Stunden via Laptop oder PC online.

Zehn Prozent der österreichischen Nutzer "always on"
In Österreich sind zehn Prozent der Nutzer auf diesem Weg "always on", also länger als acht Stunden im World Wide Web unterwegs. Weniger mobil als stationär werden hingegen Tablets genutzt, wobei Frauen und ältere Nutzer besonders intensiv darauf zurückgreifen.

Österreich bei Online-Behördengängen vorn
Was die genutzten Inhalte betrifft, so sind die Bereiche Shopping, Information und Kommunikation in allen drei Ländern am stärksten vertreten. In Österreich werden zudem von 36 Prozent der Onliner auch Behördengänge online abgewickelt - der höchste Wert im Ländervergleich.

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