In seiner Serie „Alte Häuser und ihre Geschichten“ nimmt sich der Schriftsteller Robert Schneider diesmal dem Sennhof in Rankweil-Brederis (Vorarlberg) an. Dessen Wurzeln reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück.
Die Geschichte des Sennhofs in Rankweil-Brederis führt in eine Zeit zurück, in der Klosterwesen und Landwirtschaft noch untrennbar miteinander verflochten waren. Eine erste historische Spur findet sich in der Rankweiler Straßengeschichte. 1409 erhielt nämlich das Klarissenkloster Valduna einen Hof als Schenkung, der in den Quellen als „Betzleren zur Aich“ ausgewiesen wird. Der Name „Betzlerenhof“ reicht vermutlich bis ins Mittelalter zurück, denn das Klarissenkloster Valduna war über Jahrhunderte hinweg nicht nur religiöser, sondern auch wirtschaftlicher Bezugspunkt im mittleren Rheintal. Wie viele andere Klöster besaßen auch die Klarissinnen zu Valduna etliche Höfe, Wirtschaftsgebäude, Wald und ausgedehnte Wiesen, die einerseits die klösterliche Grundversorgung sicherstellten, andererseits der Armenfürsorge dienten. Der Hof war somit Teil einer ganzen geistlichen Ökonomie.
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