Sprungbrett

105 Junge absolvierten Freiwilliges Soziales Jahr

Vorarlberg
11.07.2026 12:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Im Winzersaal in Klaus feierten über einhundert junge Menschen den erfolgreichen Abschluss ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in Vorarlberg. Für die meisten von ihnen ist der Weg im sozialen Bereich damit aber noch lange nicht zu Ende.

Seit vergangenem September waren die 105 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 17 und 24 Jahren in verschiedenen sozialen Einrichtungen des Landes im Einsatz. Ob in der Altenarbeit, der Kinderbetreuung oder in der Begleitung von Menschen mit Behinderung – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammelten wertvolle Praxiserfahrung und erhielten dafür neben einem monatlichen Taschengeld von 535 Euro auch ein umfassendes Schulungsprogramm.

Die Bilanz des Jahrgangs ist beeindruckend: Bei der feierlichen Zertifikatsverleihung am Freitagabend im Winzersaal in Klaus war die Begeisterung unter den Teilnehmern spürbar. Mehrere Absolventen bezeichneten das FSJ rückblickend sogar als die „beste Entscheidung ihres bisherigen Lebens“.

Ein unverzichtbarer Pool für Fachkräfte
In Zeiten des akuten Personalmangels im Pflege- und Bildungsbereich erweist sich das FSJ als echter Glücksfall für das Land. Rund zwei Drittel der Absolventinnen und Absolventen wollen dem Sektor treu bleiben: 40 Jugendliche planen direkt den Einstieg in eine soziale Ausbildung. Weitere 26 junge Menschen streben eine pädagogische Laufbahn an, um künftig als Lehrkräfte oder in der Elementarpädagogik (Kindergärten) zu arbeiten.

„Das Freiwillige Soziale Jahr ist viel mehr als ein Hineinschnuppern“, betont Jürgen Burger, Leiter der Sozialen Berufsorientierung Vorarlberg. „Die jungen Menschen spüren, wie schön die Arbeit für und mit anderen Menschen ist. Wir gewinnen sie für jene Berufe, in denen sie dringend gebraucht werden.“

Erfolgsmodell seit fast 30 Jahren
Das FSJ hat in Vorarlberg eine lange Tradition. Seit der Einführung im Jahr 1997 haben fast 3.000 junge Menschen das Angebot zur beruflichen Orientierung genutzt. Die Bedeutung dieser Arbeit wurde auch durch die hochkarätigen Gäste bei der Abschlussfeier unterstrichen. Die Zertifikate wurden unter anderem von Helena Tuider und Miriam Hoffelner (Sozialministerium), Caritas-Direktor Walter Schmolly sowie den Geschäftsführerinnen von IfS und Lebenshilfe, Martina Gassner und Michaela Wagner-Braito, überreicht.

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