Showdown am Obersten Gerichtshof für Rekord-Pleitier René Benko! Am Donnerstag entscheidet das Höchstgericht im Verfahren wegen betrügerischer Krida. Der Signa-Gründer war im Oktober 2025 erstinstanzlich teilschuldig gesprochen und zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Die „Krone“ ist vor Ort, verfolgen Sie die Entwicklungen hier im Liveticker!
Benko soll seiner Mutter 300.000 Euro geschenkt und so seinen Gläubigern vorenthalten haben. Sein Verteidiger Norbert Wess bekämpft die Verurteilung seines Mandanten. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft will ihrerseits den Freispruch in einem Teilkomplex des Verfahrens bekämpfen.
Dabei geht es um eine Mietvorauszahlung von 360.000 Euro für eine Villa im Innsbrucker Stadtteil Hungerburg kurz vor der Signa-Pleite. Die WKStA sah auch hier das Vergehen der betrügerischen Krida erfüllt – Benko war allerdings im Oktober freigesprochen worden.
In einem zweiten Verfahren am Landesgericht Innsbruck im Dezember 2025 fasste Benko ebenfalls wegen betrügerischer Krida 15 Monate bedingte Haft aus. Auch über die Rechtsmittel zu dieser Entscheidung wird der OGH zu einem späteren Zeitpunkt beraten. Zudem hat die WKStA vor Kurzem eine dritte Anklage gegen den Signa-Gründer erhoben. Benko wies bisher immer alle Vorwürfe zurück. Er sitzt seit Jänner 2025 in Untersuchungshaft.
17 verschiedene Ermittlungsstränge
Die WKStA ermittelt im Zusammenhang mit der Insolvenz des Immobilienkonzerns Signa inzwischen zu 17 unterschiedlichen Sachverhalten. Benko ist allerdings keineswegs in allen Ermittlungssträngen der Beschuldigte, die Vorwürfe betreffen auch andere hochrangige Signa-Funktionsträger sowie seine Ehefrau Nathalie Benko. Sie war zuletzt nicht rechtskräftig in Innsbruck zur Zahlung von zwei Millionen Euro aus der Konkursmasse verurteilt worden. Nathalie Benko und der Masseverwalter meldeten Berufung an.
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