Luftfahrtzulieferer FACC aus dem Innviertel erhält Rückenwind vom anhaltenden Luftfahrtboom. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Konzernumsatz um 8,6 Prozent auf 526 Millionen Euro. Damit ist das börsennotierte Unternehmen auf Kurs, im gesamten Jahr erstmals die Umsatzmilliarde zu knacken.
Die beiden größten Flugzeughersteller der Welt, Airbus und Boeing, haben im Vorjahr rund 1400 Maschinen ausgeliefert. Heuer sollen es bereits mehr als 1500 sein. Und vor allem: Airlines auf der ganzen Welt haben etwa 18.000 Flugzeuge fix bestellt, die erst in den kommenden Jahren ausgeliefert beziehungsweise produziert werden.
Dieser Boom verleiht auch dem Innviertler Zulieferer FACC, der unter anderem Leichtbauteile und Kabinenausstattung für Flugzeuge herstellt, Aufwind: Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 8,6 Prozent auf 526 Millionen Euro. Damit liegt FACC auf Kurs, im gesamten Jahr erstmals die Grenze von einer Milliarde Euro Umsatz zu überspringen.
Iran-Krieg tut Fliegerei keinen Abbruch
Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 38 Prozent auf 25 Millionen Euro. Die Gewinn-Marge (EBIT-Marge) erhöhte sich indes von 3,8 auf 4,8 Prozent. „Wir sehen ein kontinuierliches Ansteigen unserer Profitabilität“, sagt CEO Robert Machtlinger. Neben dem Luftfahrt-Boom liege das auch am seit 2024 laufenden unternehmensinternen Effizienzprogramm.
Der Iran-Krieg tut dem Wachstum keinen Abbruch. Zwar sei das Luftfahrtaufkommen im Mittleren Osten eingebrochen, aber „im weltweiten Aufkommen hat das keine Auswirkungen gehabt“, sagt Machtlinger. Denn in der Region würden nur acht Prozent der globalen Fliegerei stattfinden.
Lieferketten machten Probleme
Probleme machten den Innviertlern hingegen instabile Lieferketten, entfällt doch die Hälfte der Kosten auf Material. Durch Umstellungen wie die Aufteilung auf mehrere Sublieferanten will man sich in diesem Bereich sicherer aufstellen. Immer wichtiger wird zudem das Drohnengeschäft, bis 2030 könnte es bereits 15 Prozent des Umsatzes ausmachen.
Das Wachstum der FACC hat auch Auswirkungen beim Personal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat der Luftfahrtzulieferer 171 Mitarbeiter aufgestockt und beschäftigt nun knapp 4100 Menschen. Bis Jahresende sollen weitere 100 Mitarbeiter neu dazu kommen.
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