Gegengift eingeflogen

Deutscher in Wohnung von Klapperschlange gebissen

Ausland
19.08.2026 16:35

In den USA sind Klapperschlangen Hauptverursacher von Schlangenbissen – in Deutschland dürften sich die Einsatzkräfte wohl eher gewundert haben, als deswegen ein Notruf einging. Denn der Vorfall ereignete sich auch noch in einer Wohnung. 

Im niedersächsischen Melle wurde ein 33-Jähriger in seiner Wohnung von der hochgiftigen Schlange gebissen, als er sie füttern wollte. Der Mann schwebte nach dem Biss am Freitag in Lebensgefahr.

Gegengift per Hubschrauber eingeflogen
Wie die Polizei in Osnabrück am Dienstag mitteilte, wurde der Schlangenbesitzer mit einer lebensgefährlichen Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Gegengift für die Behandlung musste extra per Hubschrauber eingeflogen werden.

Die Beamten stellten zudem fest, dass der 33-Jährige neben der Schlange auch eine Vogelspinne in seiner Wohnung hielt. Mitarbeiter des Veterinäramts nahmen die Tiere in Obhut.

Haltung in Niedersachsen verboten
Die private Haltung von Giftschlangen ist in Niedersachsen nach der grundsätzlich verboten. In Ausnahmefällen kann der zuständige Landkreis eine Genehmigung erteilen, sofern ausbruchssichere Terrarien vorhanden und strenge Sicherheitsauflagen erfüllt werden. Ob der Klapperschlangenbesitzer eine solche Genehmigung hatte, ist nicht bekannt. 

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