Amoklauf in Graz

Unsere Schüler haben ein Recht auf Schutz

Steiermark Newsletter
10.06.2026 10:30

Im Grazer Dom legte heute Vormittag die steirische Polit-Spitze einen Kranz nieder – im Gedenken an die zehn unschuldigen Opfer, die heute vor einem Jahr beim schlimmsten Amoklauf in der Geschichte Österreichs getötet wurden. Dass so etwas nie wieder passiert, dafür muss auch die Politik Sorge tragen.

Pauline sei sein Vorbild, erzählte ihr Vater Montagabend im ORF, da sie ihr Leben „zu hundert Prozent ausgekostet“ habe. „Chill mal“, das waren ihre Worte, wenn es vermeintlich unnötige Aufregung gab. Pauline starb heute vor einem Jahr in ihrer Schule, ein 21-Jähriger nahm der Jugendlichen das Leben. Mit ihr starben Hanna, Lea, Anna Bella, Pawel, Leo, Leonie, Kaid, Luzia und die Lehrerin Dorit Wiener. Ihrer wollen wir heute gedenken, der kranken Welt des Täters und der detaillierten Schilderung der Ereignisse an jenem Dienstag allerdings keinen Platz einräumen.

Auch ein Jahr danach klafft eine tiefe Wunde in der Landeshauptstadt. Dass junge Menschen, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatten, einfach aus unserer Mitte gerissen wurden, ist noch immer unbegreiflich. Die Frage nach dem Warum muss man nicht stellen, sie kann ohnehin nicht beantwortet werden. Nun geht es darum, die Schulgemeinschaft dabei zu unterstützen, zurück in eine Art „Normalität“ zu finden. Jeder von der Bluttat direkt oder indirekt Betroffene hat ein Recht darauf, ernst genommen, begleitet zu werden. Behutsam und mit Fingerspitzengefühl, denn jeder leidet, trauert anders.

Und unsere Kinder haben ein Recht darauf, von der Gesellschaft so geschützt zu werden, damit ihnen nie so etwas passiert wie Kaid, Hanna, Lea, Anna Bella, Pawel, Leo, Leonie, Pauline, Luzia und Dorit.

Kommen Sie gut durch diesen Mittwoch!

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