Er bringt Glitzer, gute Laune und jetzt auch noch eigene Parfums nach Wien: Jorge González stellte am Dienstag seine neue „Prisma“-Linie vor. Mit der „Krone“ sprach der „Let’s Dance“-Juror über besondere Erinnerungen, süße Versuchungen, Düfte – und eine seiner Lieblingskolleginnen ...
„Hola chicas und chicos“, genauso empfing uns „Let’s Dance“-Juror und Energiebündel Jorge González in der Wiener Bipa-Filiale am Hohen Markt. Mit Statementbrille, knallpinken Plateauschuhen und gewohnt viel Charme präsentierte der gebürtige Kubaner dort seine neue Duftkollektion „Prisma“. Nach „Jorge González by Glamour & Heels“ vor fünf Jahren legt der 58-Jährige nun mit vier Eau de Parfums nach, die ab sofort bei Bipa erhältlich sind – und zog mit seiner herzlichen Art und den fast 15 Zentimeter hohen Absätzen sofort alle Blicke auf sich.
„Krone“: Bei Düften sagt man ja oft: „Ich kann dich gut riechen“ oder eben „Ich kann dich nicht riechen“. Wie viel Wahrheit steckt für dich in diesem Spruch?
Jorge González: Da steckt sehr viel Wahrheit drin. Ein Duft ist oft der erste Eindruck, den wir von einem Menschen bekommen. Jemand kann perfekt gekleidet sein und toll aussehen – aber wenn er unangenehm riecht, läuft man eher weg (lacht). Also, sie bleiben einem oft im Gedächtnis.
Was war die Inspiration hinter der „PRISMA“-Kollektion?
Mit der Prisma-Kollektion wollten wir etwas Neues schaffen. Wir haben ein neues Flakon-Design entwickelt, das moderner und zeitgemäßer ist. Gleichzeitig wollten wir auch neue Duftwelten und neue Kompositionen präsentieren. Jeder der vier Düfte hat seinen eigenen Charakter
Was muss ein guter Duft für dich ausmachen?
Ein guter Duft muss in Erinnerung bleiben. Die Menschen sollen sofort an eine bestimmte Person denken. Genau das macht Gerüchte so besonders. Sie wecken Emotionen und Erinnerungen.
Welcher Geruch erinnert dich persönlich an Heimat?
Für mich ist das ganz klar Magnolia. Das war die Lieblingsblume meiner Mutter. Sie hat seit meiner Kindheit immer Magnolienblüten im Haar getragen. Deshalb verbinde ich diesen Duft sofort mit ihr. Auch nachdem sie verstorben ist, habe ich immer wieder darauf geachtet, dass diese Duftnote in meinen Parfums vorkommt.
Du hast in der Modebranche, im Fernsehen und jetzt auch im Duftbereich gearbeitet. Was reizt dich daran, immer wieder neue Projekte auszuprobieren?Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und lerne gerne Neues Ich möchte immer am Puls der Zeit bleiben. Viele meiner Freunde sind deutlich jünger als ich und ich glaube, dass ich mir dadurch auch einen jungen Blick bewahrt habe (lacht). Mich interessiert, wie sich Menschen verändern, was Frauen mögen und welche Trends gerade entstehen. Das gilt auch für Parfum. Heute sind beispielsweise süße, blumige Noten oder Vanille sehr beliebt. Solche Entwicklungen beobachte ich genau und lasse sie in meine Projekte einfließen. Das hält mich kreativ und inspiriert.
Du giltst als jemand, der immer gute Laune versprüht. Was ist dein Geheimnis, um so positiv durchs Leben zu gehen?
Mein Geheimnis ist Dankbarkeit. Oft vergessen wir, wie viel Glück wir eigentlich haben. Schon jeden Morgen aufzuwachen, ist ein Geschenk. Natürlich gibt es schwierige Tage, aber ich versuche immer, den Fokus auf Lösungen statt auf Probleme zu legen. Wenn man nur an Probleme denkt, zieht einen das herunter. Ich komme aus Kuba und hätte mir nie erträumen lassen, einmal hier in Wien meine eigenen Kreationen präsentieren zu dürfen. Dafür bin ich wirklich dankbar.
Seit vielen Jahren sitzt du mit Motsi Mabuse und Joachim Llambi in der „Let’s Dance“-Jury. Wie hat sich eure Zusammenarbeit verändert?
Es hat sich sehr viel verändert, weil wir über die Jahre echte Freunde geworden sind. Bei ,Let’s Dance‘ ist alles live und spontan. Natürlich sind wir unterschiedlich und diskutieren auch manchmal, aber wir respektieren uns gegenseitig. Das ist die Basis unserer Freundschaft und wir teilen die gleiche Leidenschaft für die Show und für das Tanzen. Außerdem sind wir auch inzwischen die Jury, die weltweit am längsten in dieser Konstellation zusammenarbeitet.
Wie würdest du die Zusammenarbeit mit der Kristallerbin und TV-Moderatorin Victoria Swarovski beschreiben?
Ich mag Victoria sehr. Ich habe sie damals als Kandidatin kennengelernt und schon damals erlebt, wie fleißig und ehrgeizig sie ist. Sie entwickelt sich ständig weiter und nimmt jede neue Herausforderung an.
In den vergangenen Jahren ist sie als Moderatorin immer besser geworden. Gleichzeitig hat sie ihre Projekte in der Modebranche und viele andere Aufgaben. Trotzdem ist sie unglaublich bodenständig geblieben. Wir haben gemeinsam viele Nächte bei Produktionen erlebt und unterstützen uns gegenseitig. Genau diese Kollegialität schätze ich sehr an ihr – und dass sie nach langen Sendungen als Erstes sagt: ,Ich brauche ein Bier’ – das ist witzig, denn man würde bei ihr eher Champagner erwarten (lacht).
Wie hast du Victorias Zeit rund um den Eurovision Song Contest erlebt?
Ich habe hautnah erlebt, wie viel sie gleichzeitig zu bewältigen hatte. Neben ihrer Modekollektion musste sie sich auf den Eurovision Song Contest vorbereiten. Das ist eine enorme Herausforderung.
Man darf nicht vergessen, vor wie vielen Millionen Menschen man dort steht. Das ist noch einmal etwas ganz anderes. Ich finde, sie hat das großartig gemacht. Natürlich habe ich mitgefiebert und mir die Show angesehen, weil ich wissen wollte, wie sie diese Aufgabe meistert. Und ich finde, sie hat einen fantastischen Job gemacht.
Was verbindet dich denn persönlich mit Wien?
Meine Verbindung zu Wien ist etwas ganz Besonderes. 1987 war Wien die erste westliche Stadt, die ich besucht habe. Damals war ich Student in der damaligen Tschechoslowakei. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich hier zum ersten Mal Mozartkugeln gegessen habe. Ich glaube, in wenigen Stunden waren es fast vierzig Stück (lacht). Für mich war das etwas völlig Neues.
Nach dem „Let´s Dance“-Finale und jetzt den Parfums – was steht bei dir denn jetzt noch als Nächstes an?
Noch einige Projekte. In Deutschland habe ich gerade meine eigene Brillenkollektion auf den Markt gebracht. Außerdem unsere „Let´s Dance“-Tour, mit der kommen wir im Dezember nach Wien. Wir spielen zwei Shows und eine davon ist bereits fast ausverkauft. Darüber freue ich mich sehr, es sind also sehr viele spannende Dinge in Vorbereitung.
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