Künstliche Intelligenz ersetzt klassisch angeeignetes Wissen, Schüler schneiden bei den Grundkompetenzen immer schlechter ab. Nicht wenige klagen darüber, dass die Bildung an Wert verliere. Der Schriftsteller Robert Schneider hat eine etwas andere Sicht der Dinge. Er sagt: Der Grad seiner Bildung bestimmt nicht den Wert eines Menschen.
In der Wohlfühl- und Kuschelecke des deutschen Bildungsbürgertums, der bekanntesten und einflussreichsten Wochenzeitung Deutschlands „Die Zeit“, räsonierte die Germanistin Anna-Lena Scholz über Sinn und Unsinn von Bildung heute (ZEIT, Nr. 22/20926). Wehmütig bekannte sie, dass sie „immer ein gebildeter Mensch sein“ wollte. Und weiter: „Doch seit einiger Zeit kommen mir Zweifel. Ob sich die Anstrengung gelohnt hat. Ob meine Bildung noch einen Wert hat. Für mich, mein Gegenüber, die Gesellschaft.“
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