Die größte österreichische Hotelkette, Jufa mit Sitz in Graz, war jahrelang in der Krise. Nun versucht man mit einem heimischen Investor einen Neustart. Auch wenn die Vergangenheit noch Fragen aufwirft, sollte man dem Tourismus-Unternehmen eine zweite Chance zugestehen.
Das Paradebeispiel ist Apple: Der US-Technologiekonzern ging in den 1990er-Jahren beinahe pleite, heute zählt er zu den beherrschenden Firmen im Silicon Valley. Die Kultur des Scheiterns und danach zurück in die Erfolgsspur Kommens ist typisch amerikanisch – zumindest erzählt man sich das in Europa gerne.
Bei uns wird Unternehmern, die einmal in finanzielle Schwierigkeiten geraten, oft nur noch wenig zugetraut. Was uns zu den Jufa-Hotels führt, die einige Jahre mit dem Rücken zur Wand gestanden sind.
Ja, es gibt einige Punkte, die kritisch zu betrachten sind. Die hohen Förderungen der öffentlichen Hand etwa, nicht zuletzt über 16 Millionen Euro an Ortserneuerungsdarlehen, einst vergeben vom mittlerweile verstorbenen Landesrat Gerhard Hirschmann. Ob sie jemals zurückgezahlt werden müssen? Offen.
Der neue Eigentümer von Jufa hat die Darlehen jedenfalls übernommen. Und er blickt nach vorne, will die Hotels digitaler und moderner machen. Zudem schließt er eine Expansion auch in neue europäische Märkte nicht aus. Ein klassischer Neustart nach einer Krise also. In den USA würde man das beklatschen. Auch wir sollten einem steirischen Leitbetrieb eine zweite Chance zugestehen.
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