Auch wenn die Schulden weiter rasant steigen: Der Rechnungsabschluss 2025 fiel besser aus als erwartet. Mit dem Budget 2027 steht der wahre Kraftakt aber erst bevor. ÖVP-Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer zeigt sich ehrgeizig und selbstbewusst. Der Manager von außen tut der Landesregierung gut.
„Willi wirkt“, sagte Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer selbstbewusst, als er Medienvertretern den Rechnungsabschluss 2025 präsentierte. „Willi ist schwer zu fassen“, könnte man als Beobachter sagen. Im Vorjahr wagte der Industrie-Manager den Quereinstieg in die Landesregierung, mit der klaren Aufgabe, das aus dem Ruder gelaufene Budget zu sanieren.
Seitdem hat er sich zwar dem politischen Betrieb zwangsläufig anpassen müssen, wenn er, so wie jüngst im Landtag, die Grazer KPÖ kritisiert, klingt das aber eher wie eine (Wahlkampf-)Pflichtübung und nicht wie Leidenschaft für parteipolitische Auseinandersetzung. Ehrenhöfer scheint im wahrsten Sinne des Wortes ein Sachpolitiker zu sein.
An Selbstbewusstsein mangelt es ihm, siehe „Willi wirkt“, nicht: Der Landesrat sieht beim Budget, trotz rasant steigender Schulden und nach wie vor hohen Defiziten, eine Trendwende eingeleitet. Kritik der Opposition wischt er recht routiniert vom Tisch, den Koalitionspartner FPÖ überraschte er zudem kürzlich mit dem Engagement von drei externen Experten.
Man stelle sich allerdings vor, ein echter Parteisoldat, der jahrzehntelang die Mühen der Gremien durchlaufen und vielleicht noch höhere Weihen im Blick hat, wäre nun Finanzlandesrat. Ob diese Person auch so klar die Budgetziele verfolgen würde? Schwer verstellbar. „Willi will‘s wissen.“ Ob er Erfolg hat? Die nächsten Monate werden spannend.
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