Kahlschlag bei Unis

Sparen an der Zukunft sollte keine Option sein

Steiermark Newsletter
21.05.2026 10:30

Die steirischen Hochschulen funken SOS! Nach Plänen des Bundes müssen die fünf weiß-grünen Unis künftig mit 500 Millionen Euro weniger auskommen – ein Job-Kahlschlag droht. Ist das Sparen im Bildungssystem, in der Wissenschaft wirklich der Weisheit letzter Schluss?

Es kommt nicht alle Tage vor, dass die fünf steirischen Universitäten zu einer gemeinsamen Presskonferenz laden. Der Auftritt von drei Rektoren, einer Rektorin und einer Vize-Rektorin zeigt aber, wie prekär die Lage ist. Macht Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) ihre Drohungen wahr, müssten allein die weiß-grünen Hochschulen künftig eine halbe Milliarde Euro einsparen. Wie die Rektoren vorrechnen, würde das in der Steiermark einen universitären Personalabbau von mindestens 1000 Stellen bedeuten.

Dass in Österreich in Zeiten wie diesen auch die öffentliche Hand sparen muss, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Und, wie der steirische Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP) gerne betont, wird jeder seinen Beitrag leisten müssen – und es wird mitunter wehtun. Ob es aber wirklich sinnvoll und vor allem nachhaltig ist, ausgerechnet in der Wissenschaft zu sparen, sollte zumindest diskutiert werden. Und deshalb ist der öffentliche Aufschrei und die damit verbundene Aufforderung zum Diskurs der Hochschulen in ganz Österreich mehr als sinnvoll. 

Forschung von heute ist die Wirtschaft von morgen
„Die Forschung von heute ist die Wirtschaft von morgen. An den beiden technischen Universitäten bilden wir 50 Prozent der Ingenieure in der Steiermark aus“, hat der Grazer TU-Rektor Horst Bischof treffend gesagt. Bleibt nur zu hoffen, dass man auch im Wiener Ministerium doch noch zu dieser Erkenntnis kommt.

Einen schönen Donnerstag!

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