Die Grünen wollen den zweiten Platz in Graz bei der Gemeinderatswahl am 28. Juni holen – vor der ÖVP. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner möchte täglich neue Bäume pflanzen, günstigere Öffi-Tickets forcieren und spricht sogar vom Baden in der Mur.
„Es ist Judith, Ju-Ju-Juudith...“ – die Stimme der österreichischen Indie-Pop-Sängerin Resi Reiner klingt am Mittwochabend durch die Kaiserfeldgasse. Reiner hat der Grazer Vizebürgermeisterin ein Lied gewidmet und stimmt die Menge auf den Einzug von Schwentner vor. Die Grünen feiern ihren Wahlkampfauftakt in Graz. Bei der Wahl in einem Monat, am 28. Juni, wollen sie den zweiten Platz vor der ÖVP holen.
Die amtierende Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) scheint fix auf dem ersten Platz gesetzt zu sein. „Wir starten jetzt die Aufholjagd um Platz zwei! Wir sind fünf Jahre Marathon gelaufen, jetzt legen wir noch die letzten Meter gemeinsam zurück“, ruft Schwentner. Ein ambitioniertes Ziel, denn in allen Umfragen liegt die ÖVP weit vor den Grünen und auch der FPÖ wird ein besserer Platz prognostiziert.
Was die Grünen umsetzen wollen
14 neue Parks, 12.000 m² Grünblühwiesen, der Ausbau der Straßenbahnlinien durch die Neutorgasse – zieht Schwentner Bilanz. Sie verspricht, dass es mit ihrer Partei nicht zurück ins „Beton-Zeitalter“ geht. Sie möchte „täglich drei neue Bäume“ pflanzen, weiter Radwege und Straßenbahnlinien (Linie 2 und 8) ausbauen. Die Öffi-Tickets sollen günstiger werden. Die durch Bäume beschattete und weitgehend autofreie Kaiserfeldgasse ist als Veranstaltungsort nicht zufällig gewählt, und wird gleich als Musterbeispiel genannt. „Wir haben die Vorboten von starker Trockenheit und Hitze zuletzt gesehen, da müssen wir gegensteuern.“
Von der Surfwelle bis zum Baden in der Mur
Auch in der Kinderbetreuung müssten „Besserungen“ her, in den Bezirken sollen neue Plätze und eine Stadt der kurzen Wege (nur 15 Minuten bis zur nächsten Apotheke, dem nächsten Supermarkt etc.) entstehen. Auch ein Baden in der Mur kann sich Schwentner vorstellen – „zumindest muss es in die Richtung gehen“, fügt sie rasch an. Auch die Surfwelle im Volksgarten ist ein klares Ziel.
Moderiert wird das Event, bei dem es Popcorn und „Gelato for Future“-Eiscreme gibt, von der bekannten Alt-Vizebürgermeisterin Lisa Rücker. Aus dem Land sind Sandra Krautwaschl, Lambert Schönleitner und Veronika Nitsche zur Unterstützung gekommen. „Wir wollen eine lebenswerte Stadt für alle schaffen“, sagt Schwentner oder besser „Ju-Ju-Juudith“ – die Musik von Resi Reiner erklingt erneut.
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