Dramatischer Moment

Lawine verschüttet Basislager am Mount Everest

Ausland
18.05.2026 15:36

Eine Lawine ist vergangene Woche über ein Basislager am Südhang des Mount Everest, des höchsten Berges der Welt, hinweggerauscht. Wie durch ein Wunder gab es – ersten Angaben zufolge – weder Tote noch Verletzte.

Ein Bergsteiger, der sich zu dem Zeitpunkt, am 12. Mai, in dem Basislager in rund 6500 Metern Seehöhe aufhielt, und gerade die Berglandschaft filmte, hielt die gewaltige weiße Schneewolke fest, die auf die Bersteiger zuraste (siehe Video oben).

Innerhalb nur weniger Sekunden war der Himmel vollständig von der Lawine verdeckt, die talwärts raste und die Bergsteiger zwang, in ihren Zelten Schutz zu suchen. „Sie ist auf uns zugerast und über die Zelte hinweggefegt“, berichtete der australische Bergsteiger Oliver Forlan, der die Naturgewalt mit seinem iPhone filmte, dem Sender ABC. „Ich weiß gar nicht, warum ich das gemacht habe“, erklärte er.

Teile des Basislagers wurden von den Schneemassen verschüttet.
Teile des Basislagers wurden von den Schneemassen verschüttet.(Bild: kameraOne (Screenshot))

Teile des Basislagers verschüttet
Augenzeugen berichteten, der Himmel habe sich plötzlich verdunkelte und Sekunden später sei eine Lockerschnee-Lawine auf sie zugerast. Der Schnee habe gegen die zahlreichen Zelte gepeitscht und Teile des Basislagers unter sich begraben, so die geschockten Bergsteiger.

Trotz des Ausmaßes der Lawine blieben die Alpinisten bemerkenswert ruhig und hielten sich an die Sicherheitsvorschriften. Selbst erfahrene Kletterer wissen, dass solche Vorfälle ohne Vorwarnung eintreten können.

Heuer wollen so viele Bergsteiger wie noch nie zuvor den Mount Everest erklimmen. Trotz der Unruhen in Nepal September und des Krieges im Nahen Osten ist eine Rekordzahl an Genehmigungen an Kletterer für die diesjährige Hauptsaison erteilt worden. 492 Bergsteiger wollen den 8848 Meter hohen Berg im Himalaya-Massiv bezwingen.

Wichtige Einnahmequelle für Nepal
Die Genehmigungen bescherten Nepal bisher Einnahmen von mehr als 7,1 Millionen US-Dollar (etwa sechs Mio. Euro). Im Vorjahr wurden die Gebühren für die Besteigung des Gipfels des Mount Everest über die Südroute von 11.000 auf 15.000 US-Dollar erhöht.

Aufstieg von Tibet aus geschlossen
Ein weiterer Grund für die Rekordzahl ist laut Berichten nepalesischer Medien auch der Umstand, dass China den Aufstieg zum Everest von der tibetischen Seite geschlossen hat.

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