Sponsoring-Kahlschlag:

„Wir haben das Geld ja nicht verschenkt“

Steiermark
21.05.2026 06:00

Ausgerechnet zwei Konzerne im öffentlichen Eigentum fahren Sponsortätigkeit im Sport rigoros zurück – und ernten dafür Welle der Kritik. Ex-Energie-Boss versteht die Welt nicht mehr.

Knisterstimmung aktuell im steirischen Sport. Das liegt aber weniger an den jüngsten Erfolgen, von denen es gar nicht so wenige zu feiern gab, sondern viel mehr daran, dass nach der Energie Steiermark auch die Holding Graz ihr Sponsoring teils drastisch zurückfährt. Vor allem in der Landeshauptstadt gleicht das eben für viele Vereine einer Hiobsbotschaft.

„Für einige Klubs ist dieser erneute Einschnitt existenzbedrohend“, weiß Christian Purrer, Präsident vom Dachverband ASVÖ. „Die Vereine stehen ja jetzt schon mehrfach unter Druck.“ Purrer war bis 2025 selbst 13 Jahre lang Chef der Energie Steiermark und da wichtiger und verlässlicher Partner als Sponsor im Kultur- und Sportbereich. „Aber wir haben das Geld nie verschenkt – das möchte ich einmal klarstellen. Wir haben dafür ja eine Gegenleistung bekommen. Das Image der Energie Steiermark ist gerade aufgrund unseres umfangreichen Sponsorings in den letzten Jahren stark angestiegen.“

Christian Purrer war 13 Jahre lang Chef der Energie Steiermark.
Christian Purrer war 13 Jahre lang Chef der Energie Steiermark.(Bild: Christian Jauschowetz)

Dass die Holding Graz ihr Engagement teilweise um bis zu 50 Prozent reduziert, ruft wiederum den Grazer Sportstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) auf den Plan: „In der Holding gibt es Geld für ein 200.000 Euro teures Neutorgassenfest oder für Werbekampagnen um mehr als 300.000 Euro, aber bei Sportvereinen, Nachwuchsarbeit und Ehrenamt wird plötzlich jeder Tausender zweimal umgedreht. Diese Prioritäten passen nicht.“

Holding: „Keine wesentlichen Kürzungen“
Für die Setzung selbiger macht er (natürlich) Kommunisten, Grüne und SPÖ verantwortlich. „Diese Koalition hat dem Sport in Graz systematisch den Stellenwert genommen. Während man sich ständig mit millionenschweren Prestigeprojekten bei Platz- und Straßenumgestaltungen schmückt, wird bei Vereinen, Nachwuchsarbeit und Sportinfrastruktur permanent gespart.“

Gestern Nachmittag betonte man seitens Holding übrigens, dass bis auf die 99ers, Sturm und GAK die Vereine keine „wesentlichen“ Kürzungen hinnehmen müssen.

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