Schadstoff-Check

Trendgetränk Matcha schneidet im Test gut ab

Gesund
19.05.2026 11:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das grüne Pulver Matcha liegt schon seit Längerem im Trend. Es wird vor allem in Getränke, Backwaren und Desserts gegeben. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und die Arbeiterkammer Steiermark haben jetzt 14 Matchapulver im Labor untersucht – mit einem guten Ergebnis in Bezug auf Schadstoffe.

Die Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer haben neun „Sehr gut“, zwei „Gut“, zwei „Durchschnittlich“ und ein „Weniger zufriedenstellend“ vergeben. Sie hatten ausschließlich reine Matchapulver ohne weitere Zusätze unter die Lupe genommen und die Produkte online, in Supermärkten, Drogerien, Asia-Shops und Teefachgeschäften gekauft. Elf stammen aus biologischem und drei aus konventionellem Anbau.

Das zentrale Ergebnis: Alle konventionellen Produkte enthielten Pestizide, darunter auch Wirkstoffe, die in der EU nicht zugelassen sind. Bis auf bei einem Produkt („Sweet Tea Matcha Powder“) lagen die gefundenen Gehalte unter den gesetzlichen Grenzwerten. Dadurch, dass Matcha im Gegensatz zu klassischem Grüntee nicht aufgegossen und abgeseiht, sondern das gesamte Pulver getrunken wird, können die Schadstoffe in höherem Ausmaß in den Körper gelangen.

Die meisten Matchapulver schnitten im Test aber besser ab. Die Bio-Produkte waren insgesamt geringer mit den Schwermetallen Aluminium und Blei belastet. Zudem wurden keine oder nur geringe Pestizidrückstände nachgewiesen, die etwa durch Abdrift von benachbarten konventionellen Teefeldern in die Produkte gelangt sein könnten. „Teepflanzen können Schwermetalle aus Boden und Wasser aufnehmen und in den Blättern speichern. Sowohl Blei als auch Aluminium haben ungünstige Effekte auf die Gesundheit. Für Blei gibt es keine unbedenkliche Aufnahmemenge“, sagte VKI-Ernährungswissenschaftlerin Teresa Bauer.

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Aufgrund möglicher Schwermetallbelastungen raten wir, maximal drei Gramm Matchapulver täglich zu verzehren.

VKI-Ernährungswissenschaftlerin Teresa Bauer

„Nicht im Übermaß konsumieren“
Matcha sollte grundsätzlich „nicht im Übermaß konsumiert werden“. „Aufgrund möglicher Schwermetallbelastungen raten wir, maximal drei Gramm Matchapulver täglich zu verzehren. Zudem enthält Matcha Koffein und ist daher für Kinder nicht geeignet“, sagte die Ernährungswissenschaftlerin weiter. Das Pulver, das ursprünglich aus China stammt und in Japan kultiviert wurde, hat zudem wohl keine gesundheitsfördernde Wirkung, wie ihm oft nachgesagt wird. Dafür gibt es derzeit keine fundierten wissenschaftlichen Belege.

Die Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer haben folgende Produkte untersucht: Billa Bio Matcha, Demmers Teehaus Bio Japan Matcha Daily, Dennree Matcha, dmBio Matcha Tee, Health Bar Matcha Traditional, Kissa Basic Matcha Tewa Powder, Lebepur Matcha, Müllers Teestube Japanischer Bio-Matcha, NaturaleBio Matcha, Shizuoka Matcha, Sonnentor Matcha, Stick & Lembke Matcha, Sweet Tea Matcha Powder und Tian Hu Shan Matcha Tee.

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