„Kein Spielraum“

Lebenslange Haft für Mord in Maria Alm bestätigt

Salzburg
19.05.2026 11:58

Krisztian P. (33) erschoss am 3. Mai seine Ex-Freundin Jenny Z. (34) auf einem Parkplatz in Maria Alm – mit einem kaltblütigen Kopfschuss. Dafür setzte es Anfang Februar im Salzburger Landesgericht lebenslange Haft. Am Dienstag bat der Ungar beim Berufungsprozess um eine mildere Strafe.

Einstimmig hatten die Geschworenen den ungarischen Saisonarbeiter am 5. Februar des Mordes an der Kellnerin Jenny Z. schuldig gesprochen und ihn zu lebenslanger Haft verurteilt – die „Krone“ berichtete. Krisztian P. meldete dagegen Rechtsmittel an. Und auch bei der Berufungsverhandlung am Dienstag im Salzburger Landesgericht relativierte der Verurteilte den Mord an der Deutschen: „Ich habe eine Strafe verdient, aber es war kein Vorsatz“, meinte er zum Richtersenat des Oberlandesgerichtes. 

Dabei hatte er vor der Tat drohende Nachrichten geschrieben: „Ich werde dein Leben zum Albtraum machen.“ Er besorgte sich legal eine Schusswaffe, mietete kurz vor der Tat einen Skoda an – das spätere Fluchtfahrzeug. Und er bat das Opfer selbst, am 3. Mai kurz nach Mitternacht bei einem Parkplatz vor einem Supermarkt in Maria Alm zu erscheinen. Dort erschoss er die 34-Jährige kaltblütig mit einem Kopfschuss, beobachtet von einer Augenzeugin.

Danach ergriff der seit 2019 hier lebende Koch die Flucht – bis in die Niederlande. Das Fluchtfahrzeug ließ er in München stehen, reiste per Bahn weiter bis nach Utrecht. Dort fassten ihn Zielfahnder – ausgerechnet vor einem Supermarkt. 

Festnahme in Utrecht.
Festnahme in Utrecht.(Bild: zVg)

Klare Worte der Vorsitzenden
„Hier handelt es sich um eine derart gravierende Tat, dass nichts anderes infrage kommt als lebenslängliche Haft“, machte die Vorsitzende beim Berufungsprozess klar. Es gäbe „keinen Spielraum“ für eine Strafmilderung. Das Gericht gab der Berufung daher keine Folge und bestätigte die Höchststrafe. Mit Hand- und Fußfesseln wurde der verurteilte Mörder von Justizwachebeamten wieder abgeführt und in die Justizanstalt gebracht, wo er die nächsten Jahre verbringen wird. 

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