Begehrter Rohstoff

USA: Lithium-Minen bedrohen indigene Bevölkerung

Ausland
12.05.2026 13:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Lithium-Minen gefährden die Lebensgrundlage und Lebensweise der indigenen Bevölkerung im US-Bundesstaat Nevada. Bedroht sind deren Kultur, Gesundheit, Wasser und Umwelt.

Für den Bericht sprach Amnesty International nach eigenen Angaben mit 20 indigenen Völkern und einzelnen Angehörigen von Gemeinschaften. Shelley Harjo, ein Angehöriger der Fort McDermitt Paiute and Shoshone Tribewird wie folgt zitiert: „Die Mine wird unsere Heimat und unsere Lebensweise zerstören. Ich habe offen gesagt nicht das Gefühl, dass unsere Leute auf das, was kommt, vorbereitet sind.“ 

Lithium

  • Lithium wird vor allem für Batterien von Elektroautos und mobilen Geräten benötigt. Auch geopolitisch schlägt sich diese Zuspitzung nieder:
  • Die Veredelung der als seltene Erden bekannten Metalle wie Lithium wird zu großen Teilen von China kontrolliert. Erst im April schlossen die USA und die EU eine Absichtserklärung über eine strategische Partnerschaft bei kritischen Mineralien ab, ihre Abhängigkeit von Peking zu reduzieren.
  • Der Zugang zu Lithium-Vorkommen wurde ferner als einer der Gründe für die Schließung eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und Australien im März genannt. 

Verstärkte Nachfrage durch KI-Rechenzentren
Hintergrund des Lithium-Abbaus ist die verstärkte Nachfrage aufgrund der Energiewende und des raschen Ausbaus von KI-Rechenzentren. Aktuell sei zwar nur eine Lithiummine in Nevada in Betrieb, doch der Umfang und das Tempo der geplanten Erweiterungen wären besorgniserregend.

23.500 aktive Abbauerlaubnisgebiete
 Im September 2024 waren im gesamten Bundesstaat mehr als 23.500 aktive Lithium-Abbauerlaubnisgebiete registriert. Der Bundesstaat verfügt über rund 85 Prozent der bekannten Lithiumreserven der USA.

Großteil der Ländereien gehört indigenen Völkern
Die USA stufen einen Großteil der Flächen, auf denen Lithiumprojekte vorangetrieben werden, als öffentlich ein. Nach internationalen Menschenrechtsstandards gehört jedoch ein Großteil dieser Ländereien den indigenen Völkern, die darauf leben oder sie anderweitig nutzen, beklagt Amnesty International. Eine Zustimmung der indigenen Völker wäre nie eingeholt worden und setzt „die gleichen Muster der Enteignung fort, mit denen indigene Völker seit Generationen konfrontiert sind“.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung