HIMARS-Raketenwerfer

Taiwan schafft „Todeszone“ vor Trumps China-Reise

Außenpolitik
12.05.2026 12:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Angesichts der drohenden Gefahr, die von China ausgeht, will der Inselstaat Taiwan nun sein Militär aufstocken – und das mit reichweitenstarken US-Raketen. In einer Zusammenarbeit mit den USA will das Land eine regelrechte „Todeszone“ errichten.

Das taiwanische Militär will mehrere HIMARS-Raketenwerfer so stationieren, dass eine Drohkulisse gegenüber China aufgebaut wird, wie die „Taipei Times“ berichet. Dazu werden Waffen aus den USA zu den Inseln Penghu und Dongyin gebracht. Diese „Todeszone“ soll chinesische Streitkräfte dazu bringen, mindestens 100 Kilometer Abstand von der Küste zu halten, denn so weit reichen die Raketenwerfer.

„Wirkungsfähige Abschreckung“
Indes kündigte Taipeh eine engere Zusammenarbeit mit den USA an. „Wir werden die Kooperation mit der US-Seite weiter verstärken und wirkungsfähige Abschreckungsfähigkeiten aufbauen“, sagte ein Sprecher des taiwanischen Außenministeriums am Dienstag. Gemeinsam solle für „Frieden und Stabilität in der Straße von Taiwan“ gesorgt werden.

Trump: „Xi will nicht, dass wir Waffen an Taiwan liefern“
Trumps Reise nach China steht kurz bevor. Dort wolle er mit Staatschef Xi Jinping über Waffenlieferungen an Taiwan diskutieren. Auf die Frage von Journalisten, ob die USA Taiwan weiterhin Waffen liefern sollten, sagte der Republikaner: „Präsident Xi hätte gerne, dass wir es nicht tun, und ich werde darüber mit ihm sprechen.“

Bricht Trump eine Regel aus den 1980er Jahren?
Eine Grundregel der US-Außenpolitik aus den 1980er-Jahren besagt eigentlich, dass Washington China bei der Aufrüstung Taiwans nicht konsultiert. Der republikanische Präsident Ronald Reagan hatte dies 1982 festgelegt. China betrachtet die demokratische und selbstverwaltete Insel Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischer Gewalt wieder mit dem Festland vereint werden soll. Washington erkennt Taiwan zwar nicht offiziell an, ist jedoch der wichtigste militärische Unterstützer der Insel.

Trump: „Xi ist ein toller Typ“
Trump hatte Xi vergangene Woche als „tollen Typen“ bezeichnet, mit dem er eine „sehr gute Beziehung“ pflege. Der US-Präsident soll am Mittwoch in Peking eintreffen, am Donnerstag und Freitag sind Gespräche mit Xi geplant. Es ist die erste China-Reise Trumps seit seiner ersten Amtszeit 2017.

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