Die Pläne für den Umbau des Liebenauer Stadions werden zwar konkreter, den Planungsbeschluss wurde aber von Frühling auf Herbst – also nach der Grazer Gemeinderatswahl – verschoben. Das liege vor allem am Land, heißt es im Rathaus. Landeshauptmann Mario Kunasek schießt scharf zurück.
Die Eckdaten der geplanten Modernisierung des veralteten Liebenauer Stadions: Das Fassungsvermögen soll durch flexible Steh-Sitzplatz-Lösungen, eine Absenkung des Spielfelds und den Wegfall des Stadiongrabens auf 20.100 Plätze erweitert werden, die Heimkurven würden jeweils 5000 Fans Platz bieten – und im Hospitality-Bereich könnten sich immerhin 1700 Gäste vergnügen, Sky-Boxen inklusive. Das Wichtigste: Das Stadion wäre so auch für die Champions League und Länderspiele tauglich.
Am 21. Mai soll im Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss getroffen werden, der versprochene Planungsbeschluss wird hingegen auf Herbst, also nach der Wahl am 28. Juni, verschoben. Die Spitzen der Stadtkoalition, Elke Kahr (KPÖ), Judith Schwentner (Grüne) und Doris Kampus (SPÖ), sehen jetzt vor allem das Land Steiermark gefordert.
Von dort kommt allerdings der postwendende Konter: „Über Jahre hat es die Stadt nicht geschafft, ein tragfähiges Konzept auf die Beine zu stellen, das bedeutet für mich nur eines: Man kann es nicht oder man will es nicht“, so Landeshauptmann Mario Kunasek zur „Steirerkrone“. Der noch nachlegt: „Das ist purer Dilettantismus, und auf den hin können wir keine fixen Zusagen geben!“ Grundsätzlich gelte aber weiterhin das Wort, dass man sich im selben Ausmaß wie die Stadt am Umbau beteiligen werde, heißt es aus der Grazer Burg.
„Nach fünf Jahren bleibt eine Nullnummer“
Scharfe Worte findet auch der Grazer ÖVP-Wirtschaftsstadtrat Kurt Hohensinner: „Die Stadionfrage ist zum Symbol für die Politik der Kahr-Schwentner-Koalition geworden: Am Anfang wurde viel versprochen, seither wird verzögert, vertröstet und verschoben. Nach fünf Jahren Studien, Arbeitskreisen und schönen Worten bleibt eine Nullnummer. Der jetzt angekündigte Stadion-Beschluss zeigt vor allem eines: Auch nach fünf Jahren hat die Stadtspitze noch immer keinen Plan für einen umsetzbaren Stadionausbau..“
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