Nach dem am Montag bekannt gewordenen Umweltskandal im niederösterreichischen Schwechat rund um die Raffinerie Schwechat, auf deren Gelände jahrzehntelang PFAS-haltige Löschschäume eingesetzt wurden, sollen Anrainer laut Greenpeace ihr eigenes Wasser nicht mehr nutzen.
Diese „Ewigkeitschemikalien“ bauen sich niemals ab und stehen im Verdacht, Krebs zu erregen sowie das Immunsystem zu schädigen. Somit ist das Gift nun auch im Grundwasser und in privaten Hausbrunnen nachweisbar.
EU-Verbot gefordert
Greenpeace fordert eine lückenlose Aufklärung durch die OMV, ein österreichweites Monitoring potenziell belasteter Flächen sowie ein baldiges EU-weites Verbot dieser Stoffgruppe.
Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace: „Was wir in Schwechat sehen, ist die bittere Quittung für den sorglosen Umgang mit Ewigkeitschemikalien. PFAS bleiben – in Böden, dem Grudwasser und auch in unseren Körpern. Wenn die eigene Wasserversorgung zum Gesundheitsrisiko wird, ist das kein lokales Problem mehr, sondern ein Warnsignal für den gesamten Umwelt- und Gesundheitsschutz in Österreich.“
„Wer ist in Gefahr?“
Die OMV müsse „die Karten auf den Tisch legen“. Drescher: „Wie tief sitzt das Gift wirklich? Wer ist in Gefahr? Wir fordern die ganze Wahrheit, ohne Wenn und Aber. Der Konzern darf sich jetzt nicht wegducken. Wer unsere Umwelt verunreinigt, muss die Zeche zahlen. Es geht um unser Wasser und unsere Zukunft.“
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