Verstärkter KI-Einsatz

DeepL streicht ein Viertel der Stellen

Digital
08.05.2026 07:19
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der deutsche Übersetzungssoftware-Anbieter DeepL plant einen umfangreichen Jobabbau. Etwa 250 Stellen fielen weg, schrieb Firmengründer und -Chef Jarek Kutylowski am Donnerstag in einem Beitrag auf dem Online-Netzwerk LinkedIn. Das Kölner Unternehmen hat bisher rund 1000 Beschäftigte. 

Kutylowski begründete seine Entscheidung mit einem größeren Umbau im Zuge eines verstärkten internen Einsatzes Künstlicher Intelligenz. „Um effektiv mit KI zu arbeiten, sind kleinere, schlagkräftigere Teams mit eindeutigen Zuständigkeiten erforderlich.“ Nachzügler bei dieser Umstellung könnten ihren Rückstand nicht mehr aufholen.

Technologiefirmen streichen Jobs
Derzeit streichen zahlreiche Technologiefirmen Stellen unter Verweis auf Effizienzgewinne durch KI. Bei der Facebook-Mutter Meta müssen etwa 8000 Beschäftigte gehen. Beim Snapchat-Betreiber Snap sind es rund 1000 Personen. Einer Studie der Beratungsfirma Gartner zufolge verhilft ein Jobabbau aber nur einer Minderheit der Unternehmen zu einem Renditeschub.

DeepL entwickelt seit 2017 KI-gestützte Übersetzungssoftware. Das Start-up konkurriert seit jeher mit Google Translate. In den vergangenen Jahren stieg der Wettbewerbsdruck durch den Siegeszug von ChatGPT & Co. Diese sogenannten großen Sprachmodelle können ebenfalls für Übersetzungen genutzt werden. Medienberichten zufolge plant DeepL einen Börsengang in den USA. Experten schätzen die Bewertung des Unternehmens auf bis zu fünf Milliarden Dollar.

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