„Krone“-Kommentar

ÖBB: Milliarden für die Zukunft?

Kolumnen
08.05.2026 06:00
Porträt von Georg Wailand
Von Georg Wailand

Ein Vergleich zwischen Deutschland und Österreich in puncto Bahn zeigt riesige Unterschiede auf: Bei unseren Nachbarn wurde die Infrastruktur vernachlässigt, das Resultat ist dramatisch: Nicht nur das hohe Defizit erschreckt, sondern auch der bauliche Zustand: So sind rund 4000 (!) Eisenbahnbrücken sanierungsbedürftig.

Und die ÖBB? Unsere Bahn leidet zwar gelegentlich unter den Problemen in Deutschland, aber sie hat sich ordentlich entwickelt, vor allem die Koralmtstrecke hat gezeigt, wie eine ganze Region davon profitieren kann.

Aber problemfrei sind die ÖBB nicht und teuer sind sie auch. In den nächsten fünf Jahren stehen Investitionen von 19 Milliarden Euro an. Und das in einer Firma, die um 50 Prozent mehr Pensionisten als aktiv Beschäftigte zu erhalten hat. Diese ÖBB-Pensionen kosten zwei Milliarden Euro. Jedes Jahr.

Die Zahl der Mitarbeiter ist auch wieder gestiegen, von 42.600 im Jahr 2022 auf 48.249 im Jahr 2025 (plus 2100 Lehrlinge). Während der Personenverkehr boomt, konnte der Güterverkehr das Versprechen nicht erfüllen: Schiene statt Verkehrslawine, das spielt es nicht, ganz im Gegenteil, der Güterverkehr steckt in einer schweren finanziellen Krise.

Dafür leistet sich die ÖBB das Prestigeprojekt „Nachtzüge“: Das ist defizitär und obendrein verdrängt ein Nachtzug gleich drei Güterzüge. Aber bei den vielen Milliarden fällt das nicht so ins Gewicht . . .

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