Das US-Justizministerium untersucht Medienberichten zufolge eine Reihe von verdächtigen Transaktionen auf dem Ölmarkt, die kurz vor Ankündigungen von Präsident Donald Trump und anderen Regierungsvertretern getätigt wurden. Es liegt der Verdacht des Insiderhandels nahe.
Die US-Sender ABC News und NBC News berichteten unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen von mindestens vier Geschäften, bei denen Händler mehr als 2,6 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Mrd. Euro) auf fallende Ölpreise gesetzt hätten – und zwar jeweils kurz vor neuen Ankündigungen Trumps oder iranischer Regierungsvertreter.
Eine Quelle betonte gegenüber NBC News, dass sich die Ermittlungen noch in einem frühen Stadium befänden und es bisher keine Beweise für strafbares Fehlverhalten gebe. Neben den aktuellen Untersuchungen wollen die Ermittler in einem separaten Verfahren auch verdächtige Aktivitäten auf Spekulationsplattformen prüfen, die ebenfalls mit dem Iran-Krieg zusammenhängen. Auch die für Rohstoffgeschäfte zuständige Bundesbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sei in die Ermittlungen involviert.
Gegenseitiger Beschuss in der Straße von Hormuz
Die Regierung in Washington wartet unterdessen auf eine Antwort Teherans auf einen US-Vorschlag zur formellen Beendigung des Krieges. Der Plan sieht vor, die Kämpfe zu stoppen, klammert aber die größten Streitpunkte für spätere Verhandlungen vorerst aus. Dazu gehören die US-Forderungen nach einer Aussetzung des iranischen Atomprogramms und der Wiedereröffnung der Straße von Hormuz.
Trotz der derzeit gültigen Waffenruhe haben sich die USA und der Iran am Donnerstag gegenseitig in der Meerenge beschossen. „US-Streitkräfte wehrten unprovozierte iranische Angriffe ab und reagierten mit Schlägen zur Selbstverteidigung“, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) des US-Militärs auf der Plattform X mit. Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe und machte dafür US-Attacken auf einen iranischen Öltanker verantwortlich.
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