Es hat Jahre gebraucht, bis man der desaströsen finanziellen Lage unserer Einsatzorganisationen Beachtung schenkt. Ein Erfolg ist es für die Landespolitik aber keinesfalls, eher ein Zeugnis viel zu später Reue.
Der Notruf rund um die fehlenden Millionen im Budget des Kärntner Roten Kreuzes (wir berichteten) hat nicht nur einige Fragen rund um die Versorgung der Bevölkerung aufgeworfen, sondern auch jede Menge Unverständnis. Denn die fehlenden acht Millionen Euro sind nicht nur eine Krise für das Rote Kreuz, sondern auch für die Gesellschaft.
Dass sich die Landespolitik mit dem Ignorieren der Forderung nach mehr Geld keine Freunde macht, zeigte auch eine durchaus emotionale Aussage bei der Frühstückslektüre des „Krone“-Berichts: „Wir haben für alles mögliche Geld. Hier werden Millionen verteilt, da gibt es eine Förderung, hier gibt es eine Unterstützung, aber für dieses wichtige Gut in unserer Gesellschaft gibt es kein Geld – einfach unverständlich und verantwortungslos. Eigentlich ist das eine Sauerei!“
Und, dass es erst einen breiten medialen Aufschrei braucht, dass dieses Anliegen an Brisanz gewinnt, macht die Sache nicht besser. Immerhin schickte man Rot-Kreuz-Präsident Martin Pirz über Jahre hinweg im Kreis und ließ ihn mit seiner Bitte um mehr Geld für die wichtige Versorgung der Kärntner im Regen stehen.
Wenigstens verkündete das Land jetzt, dass die Kärntner Rettungsorganisation in Kürze einen Zuschuss erhalten sollen. Insgesamt 3,74 Millionen Euro; davon 3,3 Millionen Euro für das Rote Kreuz.
Als Erfolg ist das aber für die Landespolitik mit Sicherheit nicht zu verbuchen. Es wirkt eher wie späte Reue ...
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