Neue Maßnahmen sollen den öffentlichen Raum in Wien sicherer machen. Am Westbahnhof kommt ein Alkoholkonsumverbot. Besonders im Fokus von Stadt und Exekutive: Die Lage entlang der U6. Auch rund um die Gumpendorfer Straße soll sich jetzt etwas ändern.
Die Stadt weitet ihre Maßnahmen gegen öffentlichen Alkoholkonsum jetzt deutlich aus. Künftig gilt ein Alkoholverbot auch am und rund um den Westbahnhof. Damit will das Rathaus auf die zunehmenden Beschwerden über Lärmbelästigung, Verschmutzung und sicherheitsrelevante Vorfälle in dem Brennpunktbereich reagieren. Gelten soll das Verbot schon ab dem 8. Mai 2026.
Lage entlang der U6-Achse soll nachhaltig verbessert werden
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) präsentierte die neuen Maßnahmen gemeinsam mit Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl Montagvormittag im Rathaus. Er betonte dabei die „gute und konsequente Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wien und der Wiener Polizei“.
„Die Maßnahmen sind nötig, um Gewalttaten vorzubeugen, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und der Polizei ein rasches und wirksames Einschreiten zu ermöglichen“, betonte Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl. Doch das ist noch nicht alles. Auch für die berüchtigte Gegend rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße wurden neue Maßnahmen angekündigt.
Wir bündeln unsere Kräfte, stimmen uns laufend ab und handeln gemeinsam im Interesse der Wiener. Denn Sicherheit entsteht dort, wo alle an einem Strang ziehen.
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ)
So wird jetzt im Bereich des Fritz-Imhoff-Parks eine Schutzzone errichtet. Doch was bedeutet das? Um sicherzustellen, dass Parks, Spielplätze und öffentliche Verkehrsknotenpunkte von allen uneingeschränkt und sicher genutzt werden können, können rund um besonders sensible Bereiche Schutzzonen gemäß § 36a Sicherheitspolizeigesetz eingerichtet werden, heißt es. Ziel dahinter: der besondere Schutz von Minderjährigen und den verfestigten Drogenhandel dort nachhaltig zu bekämpfen.
Parksperre, noch mehr Polizei und höheres Reinigungsintervall
Dass Maßnahmen und weitere Schritte in dem Grätzel in Mariahilf dringend notwendig sind, zeigt sich vor allem jetzt beim Anstieg der Temperaturen. Das Leben verlagert sich schließlich wieder zunehmend ins Freie. Schon jetzt ist die Station Gumpendorfer Straße die einzige im Netz der Wiener Linien mit fixen Sicherheitsstandposten. Täglich sind zu den Hauptverkehrszeiten ein bis zwei Teams vor Ort.
Der mobile Polizei-Arbeitscontainer soll den Einsatz vor Ort erleichtern. Da die nächste Inspektion in größerer Distanz liegt. Sitzbänke im Stationsbereich wurden versetzt oder gleich ganz entfernt. Reinigungs- und Grünschnittpläne rund um Gumpendorfer Gürtel und den Westbahnhof wurden überarbeitet und finden dort durch MA 42 und die MA 48 im „höchsten Intervall“ statt. Für mehr Sicherheit wurde der Imhoff-Park vor Kurzem übrigens eingezäunt und in der Nacht abgesperrt - wir berichteten.
In Wien gibt es aktuell zwei spezifische Alkoholverbotszonen im öffentlichen Raum. Die bekanntesten Zonen befinden sich am Praterstern (seit 2018) sowie seit Februar 2025 am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf.
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