Nach dem Verkauf des Auslandsgeschäfts schließen die neuen Hervis-Eigentümer hierzulande heuer rund ein Fünftel der Filialen.
„Es werden 17 der aktuell 93 Standorte in ganz Österreich im Laufe des Jahres 2026 geschlossen, da diese nicht ertragsbringend zu betreiben sind“, hieß es von Hervis. Anfang des Jahres hatte der Handelskonzern Spar den defizitären Sporthändler an die deutschen Investoren Sven Voth und Udo Schloemer verkauft.
Sozialplan für Mitarbeiter
Von den Filialschließungen sind rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich betroffen. Es sei gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ein Sozialplan ausgearbeitet worden, hieß es von Hervis. Die Schließungen würden schrittweise unter Einhaltung von Kündigungsfristen der Mietverträge erfolgen.
Bereits geschlossen wurden 2026 laut Firmenangaben die Hervis-Standorte Salzburg (SAM Outlet) und Baden. Im Laufe des Jahres 2026 schließen die Filialen Q19 in Wien, Bischofshofen, Salzburg Forum, Hallein, Reutte, Kitzbühel, Lienz, Feldkirchen, Deutschlandsberg, Leoben, Liezen, Perg, Steyr, Wels und Linz (Lentia).
Restrukturierung in herausfordernden Zeiten
Der neue Hervis-Eigentümer ist die Quantum Investment Holding GmbH mit Sitz in Wien. Jeweils 50 Prozent an der GmbH halten laut Firmenbuch der deutsche Investor und Snipes-Gründer Voth und Schloemer, Gründer des Bürocampus Factory Berlin. Mit der Restrukturierung soll Hervis auf „zukünftige Markt- und Kundenanforderungen“ ausgerichtet werden.
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