Jedmayer-Grätzel

Wiener müssen weiter auf Sicherheitskonzept warten

Wien
07.04.2026 05:00

Der Fritz-Imhoff-Park in Mariahilf hat jetzt nachts zu. Doch der versprochene Masterplan für das Jedmayer-Grätzel in Wien lässt weiter auf sich warten. Der Drogenkoordinator ist auf Tauchstation – in der Causa geht trotz aller Versprechungen nichts weiter. 

Kein guter Start für Mariahilfs neue Bezirksvorsteherin Julia Lessacher (SPÖ). Ihre erste Ansage: „Ich erwarte mir noch im März ein umfangreiches Sicherheitskonzept für das Grätzel rund um den Gumpendorfer Gürtel“ ist von den Urlaubsplänen von Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) torpediert worden. Immerhin: Der Drogen-Super-Hotspot Fritz-Imhoff-Park ist mittlerweile nachts verschlossen.

2024 versprochener Gipfel ist nie gekommen
Drei Toranlagen sichern den berüchtigten Park nach Einbruch der Dunkelheit. Doch ohne weitere Bemühungen der Stadt wird diese Maßnahme im Kampf gegen die Drogenszene rund um die U6 wohl verpuffen. Verschärft wird die Situation, weil die Station auf dem Schulweg von täglich Hunderten Schülern liegt. Sie berichten in einem offenen Brief von beängstigenden Begegnungen mit Drogenkranken. Darin heißt es: „Viele Kinder haben Angst, die Station zu betreten. Eltern überlegen, sie nicht mehr allein zur Schule gehen zu lassen.“

Zumindest der Park ist jetzt in der Nacht verschlossen.
Zumindest der Park ist jetzt in der Nacht verschlossen.(Bild: „Krone“-Fotograf, Krone KREATIV)

Vor allem von der Opposition hagelt es Kritik an der schleppenden Vorgehensweise. Die ÖVP der Bezirke Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus hat ein Fünf-Punkte-Paket geschnürt: Alkoholverbotszone rund um die U6-Station, permanenter Sicherheitsdienst der Wiener Linien, Schutzzonen zur Erleichterung von Wegweisungen, regelmäßige Reinigung des Umfelds sowie Notrufsäulen und Videoüberwachung. Dafür hat sich nun auch Mariahilf ausgesprochen.

Wie viel „Geduld“ braucht es denn noch?
Obmann Felix Ofner aus dem 15. Bezirk fordert dazu eine Begehung mit der Landespolizeidirektion. „In den vergangenen Monaten wurden Sicherheitsgipfel, Konzepte und Maßnahmen versprochen. Nichts davon ist gekommen. Wir brauchen Sicherheit, und zwar jetzt“, macht er klar. In Mariahilf beantragt Bezirksrat Gerhard Hammerer eine Anrainerversammlung — jene, die Lessachers Vorgänger im September 2024 versprochen hatte.

Die FPÖ geht deutlich weiter: Sie fordert seit Jahren die Absiedelung des Jedmayer. Suchtkranken müsse geholfen werden — daran lässt die Partei keinen Zweifel. Doch der Standort mitten im Wohngebiet, neben Schulen und einem Kinderspielplatz, sei von Anfang an eine eklatante Fehlplanung gewesen.

Von Drogenkoordinator Ewald Lochner heißt es dazu aber nur, dass man „zeitnah“ ein Konzept präsentieren werde und er um „etwas Geduld“ bittet. Geduld, die kaum noch jemand aufbringen will.

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