Ein Kind als Lüge, Schuld ohne Gnade: Ulrike Arnold macht Gerhart Hauptmanns Naturalismus-Drama „Die Ratten“ zum düsteren Endzeit‑Theater. Ein weibliches Ensemble spielt in einem gesellschaftlichen Umfeld, das von Armut, Enge und moralischer Kälte geprägt ist – radikal, verstörend, erschreckend aktuell.
Gerhart Hauptmanns Drama „Die Ratten“ (1911) spielt in einem Mietshaus: Frau John leidet unter Kinderlosigkeit, ihr Mann ist selten zu Hause. Sie überredet die verarmte, unehelich schwangere Pauline, ihr das Kind zu überlassen. Doch dann gibt Frau John das Pflegekind als ihr eigenes aus. Als Pauline ihr Baby besuchen will, verstrickt sich Frau John immer tiefer in Lügen. Alles eskaliert: Das Kind stirbt, Pauline wird vom Bruder der Frau John ermordet, Frau John verliert den Verstand. Wer ist schuld?
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