Chemikalien-Alarm bei Klebetattoos! In einem Labortest der Arbeiterkammer Oberösterreich und der Umweltorganisation Greenpeace wurden in 13 von 15 getesteten Produkten problematische Stoffe entdeckt – darunter Weichmacher, Schwermetalle und langlebige PFAS-Chemikalien. Jetzt reagieren erste Händler und stoppen den Verkauf.
Wie Greenpeace am Montag mitteilte, haben Bipa, Thalia, dm und Temu bereits in der Vorwoche erklärt, die betroffenen Produkte aus dem Verkauf zu nehmen. Bei Bipa gibt es zudem eine kundenfreundliche Lösung: Die getesteten Klebetattoos können laut Stellungnahme auch ohne Kassabon zurückgegeben werden.
Bei Müller, Amazon und Shein waren die getesteten Produkte online nicht mehr auffindbar. Eine offizielle Bestätigung, dass die Artikel tatsächlich ausgelistet wurden, lag Greenpeace allerdings nicht vor. Damit bleibt offen, ob die Tattoos tatsächlich vollständig aus dem Verkauf verschwunden sind – und welche Konsequenzen die Unternehmen aus den Testergebnissen ziehen.
Insgesamt 13 von 15 Proben auffällig
Der Test hatte für Aufregung gesorgt: In 13 von 15 untersuchten Klebetattoos wurden problematische Chemikalien nachgewiesen. Greenpeace fordert deshalb von den Händlern nicht nur einen Verkaufsstopp für alle belasteten Produkte, sondern auch einen umfassenden Check des gesamten Sortiments.
Die Umweltorganisation sieht trotz der Reaktionen einzelner Händler weiterhin Lücken beim Schutz von Kindern. Besonders kritisch: Langlebige PFAS und verbotene Weichmacher könnten wegen fehlender Grenzwerte für sogenannte „Chemikalien-Cocktails“ weiterhin auf empfindlicher Kinderhaut landen.
Forderungen an Umweltminister Totschnig
Greenpeace nimmt deshalb auch Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) in die Pflicht. Er soll sich auf EU-Ebene für strengere Chemikalienregeln und ein lückenloses Verbot von PFAS einsetzen. Die Organisation fordert von Handel und Politik nun rasche Konsequenzen.
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