Freiflächen-PV-Anlage:

Strom für 5400 Haushalte kommt nun „vom Feld“

Oberösterreich
27.07.2026 13:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Photovoltaik ist und bleibt ein Dauerthema. Während sich Verbund-Chef Michael Strugl für ein Ende der Förderungen von PV-Anlagen auf privaten Dächern aussprach, gibt´s jetzt – wieder einmal – eine Meldung für den Spatenstich der „bisher größten Agri-PV-Anlage“. Dieses Mal von der Energie AG, die in Pennewang ein Feld umwidmet.

Am Montagvormittag schritten Energie AG-Aufsichtsratsvorsitzender Markus Achleitner, Chef Leonhard Schitter und der Pennewanger Bürgermeister Franz Waldenberger zum Spatenstich: „Somit entsteht im Hausruckviertel eine weitere Anlage, die Landwirtschaft, Natur- und Klimaschutz verbindet“, heißt es in einer Energie-AG-Aussendung. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2027 geplant.

18,9 Gigawatt Strom im Jahr
„Sonnenenergie ist ein zentraler Baustein unserer strategischen Ausrichtung hin zu einer nachhaltigen und regional verankerten Energieversorgung. Mit der Agri-PV-Anlage in Pennewang stärken wir die Stromerzeugung vor Ort und setzen ein klares Zeichen für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Projekte wie dieses verbinden Klimaschutz mit langfristiger Versorgungssicherheit“, betont Energie AG-CEO Leonhard Schitter. Mit einer jährlichen Stromerzeugung von 18,9 GWh wird die Anlage in Pennewang die größte Agri-PV-Anlage der Energie AG sein und damit künftig etwa 5400 Haushalte mit Sonnenstrom aus der Region versorgen.

Freiflächenanlagen verdoppelt
„Der Ausbau der Photovoltaik in Oberösterreich gewinnt weiter an Dynamik. Allein im ersten Halbjahr 2026 hat sich die Leistung der PV-Freiflächenanlagen auf mehr als 100 Megawatt-Peak verdoppelt“, betont Energie AG-Aufsichtsratsvorsitzender Markus Achleitner.

Mehr als 75 Prozent der Flächen bleiben für Landwirtschaft
Sonnenenergie vom Feld ist eine Lösung, um bereits bewirtschaftete Ackerflächen doppelt zu nutzen. Sie bietet eine saubere, regionale Solarstromproduktion bei minimalem Flächenverbrauch. Mehr als 75 Prozent der Fläche werden weiterhin zur ackerbaulichen Bewirtschaftung genutzt. Das nachgeführte Trackersystem richtet die Module nach dem Sonnenstand aus und bietet den Landwirten eine optimale Bewirtschaftungsbreite zwischen den Modulreihen.


Gemeinde stimmte zu
„Die Lage der Fläche ist optimal und die Auswirkungen auf das Umfeld sind gering. Durch das Agri-PV-Konzept kann die Fläche auch weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden, was uns als Gemeinderat ein großes Anliegen war. Das Agri-PV-Konzept hat uns als Gemeinde überzeugt. Wir freuen uns, dass mit diesem Sonnenkraftwerk ein wichtiger Beitrag zur Energiewende geleistet wird und haben auch aus diesem Grund der Umwidmung im Gemeinderat einstimmig zugestimmt”, betont Franz Waldenberger, Bürgermeister von Pennewang und Präsident der oö. Landwirtschaftskammer.

Weitere Projekte sind in ganz Oberösterreich geplant
Die Energie AG treibt den Ausbau eigener Photovoltaikanlagen konsequent voran. Bis 2035 wird das Unternehmen insgesamt vier Milliarden Euro in die erneuerbare Energiezukunft investieren, davon etwa 300 Millionen Euro für die Errichtung von PV-Eigenerzeugungsanlagen. Im laufenden Geschäftsjahr sollen PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 25 MWp realisiert werden. Damit sollen pro Jahr etwa 10.000 Haushalte bilanziell mit Sonnenstrom versorgt werden können. Konkrete Projekte sind die bereits im Bau befindlichen Agri-PV-Anlagen in Schalchen (6 MWp) und Neuhofen an der Krems (3 MWp). Die Inbetriebnahme beider Anlagen ist für Herbst 2026 geplant.

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