Trotz Trump-Ultimatum

Iran lehnt Waffenruhe ab, Ölroute bleibt blockiert

Außenpolitik
06.04.2026 17:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Iran hat einen von Pakistan vermittelten Vorschlag für eine 45-tägige Waffenruhe abgelehnt. Stattdessen pocht die iranische Führung auf ein „endgültiges Ende des Konflikts“ und wies die US-Forderungen als „überzogen und inakzeptabel“ zurück, wie Außenamtssprecher Ismail Baghai laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA erklärte. Trump behartet indes auf seinem Ultimatum.

Trump bekräftigte am Montagabend, dass seine bis Dienstagabend (US-Ostküstenzeit) gesetzte Frist für ein Iran-Abkommen endgültig sei. Der iranische Vorschlag sei zwar „bedeutsam, aber nicht gut genug“, so Trump.

Revolutionsgarden planen neue Regeln für Hormuz
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten an, dass die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormuz „niemals wieder zu ihrem früheren Zustand zurückkehren“ werde, insbesondere für die USA und Israel.

45 Tage Waffenruhe sind geplatzt: Teheran lehnt den Friedensvorschlag ab.
45 Tage Waffenruhe sind geplatzt: Teheran lehnt den Friedensvorschlag ab.(Bild: AFP/ATTA KENARE)

Derzeit liefen die Vorbereitungen für einen „Plan zur neuen Ordnung im Persischen Golf“. Unter anderem diskutieren iranische Abgeordnete die Einführung von Mautgebühren und Steuern für durchfahrende Schiffe.

Einzelne Schiffe passieren die Meerenge
Trotz der Blockade durften einzelne türkische Frachtschiffe die Straße von Hormuz passieren. Laut türkischem Verkehrsminister Abdülkadir Uraloglu wurde zuletzt ein Schiff vom Irak nach Malaysia durchgelassen. Insgesamt drei Schiffe mit türkischem Besitzer haben seit Beginn des Krieges die Meerenge passieren können, acht weitere warten noch.

Vermittlungsversuche laufen weiter
Pakistan hatte den Plan einer begrenzten Waffenruhe vorgeschlagen, um Friedensgespräche zu ermöglichen und ein dauerhaftes Abkommen vorzubereiten. Die USA verlangten, dass der Iran die Straße von Hormuz vorab öffnet – eine Bedingung, die Teheran strikt zurückwies. Neben Pakistan seien auch andere Vermittlerländer wie Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei involviert.

Pakistanische Behördenvertreter bezeichneten dies als letzte Runde an Bemühungen, bevor möglicherweise noch härtere US-Maßnahmen drohten. Die Erfolgsaussichten für eine kurzfristige Einigung schätzten sie als gering ein.

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