Justiz-Hammer im Urlaubsparadies: Ein rot-weiß-roter Auswanderer wurde in Thailand zu unfassbaren 1673 Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte seine Tochter ab Kindesalter über Jahre zigfach missbraucht. Damit ist wohl der Tod des 54-Jährigen hinter Gittern besiegelt ...
Es ist herzzerreißend, was das kleine Mädchen in der Provinz Nakhon Ratchasima im Nordosten von Thailand erleiden musste. Der aus Westösterreich nach Thailand ausgewanderte Landsmann soll seine Tochter, die er nach der Trennung von seiner Freundin alleine aufzog, ab der Volksschule im Alter von erst acht Jahren sexuell missbraucht haben.
Kind für Missbrauch auch weitergegeben
Die Vergewaltigungen gingen über Jahre. Unfassbar: Der 54-Jährige gab das Kind auch zweimal an einen Fotografen weiter, der das Mädchen ebenfalls missbrauchte – und davon Nacktbilder machte, die der Angeklagte wiederum weitergab. Wenn Anong (Name von der Redaktion geändert) aus der Gewaltspirale ausbrechen wollte, drohte ihr der Vater damit, sie einfach im Stich zu lassen. Durch die emotionale Erpressung und aus Angst vor dem Alleinsein erduldete das Kind das Martyrium weiter.
Nach dem Hinweis einer internationalen Hilfsorganisation auf die Chat-Gruppe des Auswanderers mit widerlichen Bildern seiner Tochter begannen endlich Ermittlungen. Doch erst vier Jahre nach der Festnahme gibt es für Anong späte Gerechtigkeit: Ihr Vater muss rechtskräftig unfassbare 1673 Jahre in Haft! Auch wenn der Verurteilte in der Praxis nur 50 Jahre im Gefängnis (Deckelung) verbringen muss, wird der 54-Jährige wohl hinter Gittern sterben.
Auch in Österreich schon verurteilt
Die Rekord-Gefängnisstrafe ist übrigens dadurch erklärbar, dass im thailändischen Justizsystem etwa jede Vergewaltigung als einzelne Straftat gewertet wird. Da dem österreichischen Auswanderer gleich 134 Delikte angelastet werden, lässt sich die Gesamthöhe erklären. Zudem war der 54-Jährige bereits hier in Österreich ebenfalls schon wegen Kindesmissbrauch verurteilt worden.
Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes: „Der Fall zeigt einmal mehr, wie wesentlich die internationale Zusammenarbeit und der enge Austausch zwischen Verbindungsbeamten des Innenministeriums und lokalen Behörden sind.“ Im vorliegenden Fall wurden die Ermittlungen rasch vorangetrieben, um das betroffene Kind zu beschützen.
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