Kreml entsetzt

Ukrainische Raketen schlugen in Russland ein

Außenpolitik
27.05.2026 10:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

Kiew hat nach russischen Angaben in der Nacht auf Mittwoch den Süden Russlands und die illegal einverleibte Schwarzmeer-Halbinsel Krim mit Drohnen und Raketen angegriffen.

Gegen Mitternacht sei in Sewastopol auf der Krim Alarm ausgebrochen – die Luftabwehr habe mehr als 20 Drohnen abgeschossen, teilte der Gouverneur der Stadt, Michail Raswoschajew, am Mittwoch mit. Verletzte gebe es nach vorläufigen Angaben nicht. Bei russischen Angriffen auf die ukrainischen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja wurden den dortigen Behörden zufolge 21 Menschen verletzt.

In Sewastopol seien einige Gebäude beschädigt worden, darunter eine Filiale der Zentralbank und ein achtstöckiges Wohnhaus, erklärte Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Im russischen Schwarzmeerhafen Tuapse haben Trümmerteile einer Drohne einen Brand in einem Terminal ausgelöst. Das Feuer sei schnell gelöscht worden, hieß es von den russischen Behörden. Zudem seien durch die Trümmer die Fenster eines Hochhauses und von fünf Einfamilienhäusern im Stadtbezirk von Tuapse beschädigt worden. Verletzt wurde bei den Vorfällen den Angaben zufolge niemand.

Storm-Shadow-Raketen eingesetzt
Insgesamt wehrte Russland nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 140 Drohnen ab, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog wurden zwei Menschen verletzt. Dort sei eine Rakete abgeschossen worden, teilte die Bürgermeisterin der Stadt, Swetlana Kambulowa, auf Telegram mit. Zudem seien bei dem Angriff in der Nacht auf Mittwoch Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow eingesetzt worden.

Die Storm-Shadow-Raketen werden von einem französisch-britischen Konsortium hergestellt. In Frankreich heißen sie Scalp. Russland, das die Krim 2014 annektiert hatte, hatte wegen eines früheren Einsatzes dieser Waffen durch die Ukraine bereits die Botschafter Großbritanniens und Frankreichs einbestellt. Die Berichte über die militärischen Aktivitäten konnten von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüft werden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung