Israels Militär hat laut eigenen Angaben den neuen Hamas-Chef Mohammed Odeh im Gazastreifen getötet. Er war erst vor ungefähr einer Woche zum Nachfolger des Chefs des bewaffneten Hamas-Arms Quassam-Brigaden ernannt worden.
Odeh war laut israelischen Angaben verantwortlich „für die Ermordung, Entführung und Verletzung zahlreicher israelischer Zivilisten und Soldaten“. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Israel Katz bezeichneten ihn als „einen der Architekten des Massakers vom 7. Oktober“. Damals sei Odeh Chef des Hamas-Geheimdiensts gewesen. „Wir werden weiterhin alle verfolgen, die an dem Massaker vom 7. Oktober beteiligt waren“, teilten Netanyahu und Katz am Dienstag mit.
Aus Hamas-nahen Kreisen hieß es, dass es intensiven israelischen Beschuss im Westen der Stadt Gaza gegeben habe. Man habe aber „keine Informationen über das Ziel“. Das Ausmaß und die Intensität hätten Spekulationen genährt, dass das Ziel Mohammed Odeh gewesen sei, wurde eingewandt. Die Zivilschutzbehörde berichtete von drei Toten und 20 Verletzten bei einem israelischen Luftangriff. Ein Haus sei getroffen worden.
Israelische Drohne traf Flüchtlingslager
Bei einem weiteren israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind laut palästinensischen Angaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Eine israelische Drohne traf das Flüchtlingslager Maghasi. Die Bewohnerinnen und Bewohner hätten sich einer von Israel unterstützten Miliz entgegengestellt, sagten Sanitäterinnen und Sanitäter. Bei dem Vorfall habe es auch einige Verletzte gegeben. Bewaffnete Männer seien Dienstagfrüh in das Flüchtlingslager eingedrungen, erzählte ein Augenzeuge. Anschließend habe die Drohne das Lager getroffen, die Bewaffneten seien geflohen.
Israels Militär hatte vor ungefähr eineinhalb Wochen den Tod von Hamas-Militärchef Izz al-Din al-Haddad gemeldet. Katz bezeichnete ihn ebenfalls als einen der Drahtzieher des Massakers.
Trotz der Waffenruhe, die seit Oktober gilt, kommt es immer wieder zu tödlichen Vorfällen im Gazastreifen. Israels Regierung und die Hamas stecken in indirekten Verhandlungen über die Umsetzung der zweiten Phase des Abkommens fest, das die Entwaffnung der Terrororganisation und den Abzug der israelischen Armee vorsieht.
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