Noch vor der Bewerbung

Pig droht bei Wahl zum ORF-Chef ein Rechtsstreit

Innenpolitik
27.05.2026 18:02

Kurioses vom Küniglberg: Noch bevor Clemens Pig seine Bewerbung zum neuen ORF-Generaldirektor abgeschickt hat, droht ihm im Fall der Fälle juristisches Ungemach. Bislang gab es laut „Krone“-Informationen zwei Dutzend Kandidaten – darunter der Bruder der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

In etwa zwei Dutzend Personen haben sich laut Heinz Lederer, dem Vorsitzenden des ORF-Stiftungsrats, um den Posten des Generaldirektors beworben. Laut „Krone“-Informationen sind mit Clemens Pig, dem Favoriten und geschäftsführenden Vorstand der Austria Presse Agentur (APA), und Medienmanager Markus Breitenecker just die beiden aussichtsreichsten Kandidaten noch nicht unter den bisherigen Bewerbern – und das, obwohl die Frist mit heute um 23.59 Uhr endet.

Beide dürften das am Mittwochabend nachholen und das erforderliche, rund 60-seitige Konvolut an Unterlagen einreichen. Offen dürfte vorerst bleiben, wie es mit der aktuellen Interims-Chefin Ingrid Thurnher nach der Inthronisierung des neuen Chefs ab 1. Jänner weitergeht. Immerhin würde ein kolportiertes Rückkehrrecht auf den Posten als Radio-Chefin andere Polit-Pläne der Gremien wohl durchkreuzen.

Ans Gesetz gehalten
Weil sich Lederer und Co. beim Bestellungsprozess an das Europäische Medienfreiheitsgesetz (EMFG) halten wollen, ist zumindest der Weg bis zur Entscheidung am 11. Juni fix vorgegeben. Am Montag wird eine aus allen umstrittenen Partei-Freundeskreisen besetzte Findungskommission die Bewerbungen sichten. Am 8. Juni gibt es mit den aussichtsreichsten Kandidaten dann ein öffentliches Hearing, bevor sich am 11. Juni die Stiftungsräte erklären – und abstimmen müssen. 

Etliche Bedenken gegen möglichen neuen General
Favorit bleibt bis dahin der ÖVP-Wunschkandidat Pig – und das, obwohl es vorab mehrere rechtliche Bedenken gegen seine mögliche Bestellung gibt. Kritiker drohen im Fall der Fälle damit, gegen diese wegen Postenschacher, Diskriminierung und fehlender Gleichstellung vorzugehen. Auch weitere Ansatzpunkte im Zuge der EU-rechtlichen Vorgaben dürften vorgebracht werden.

„Es bleibt jedem selbst überlassen, rechtliche Schritte einzuleiten. Ich sehe dem positiv und gelassen entgegen“, erklärt Lederer. Brisant: Unter den bisherigen Bewerbern dürften sich internationale Medienmanager tummeln. Bei einem davon soll es sich laut „Krone“-Informationen um Hans-Holger Albrecht handeln – den Bruder von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ...

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung