Im Interspar gefangen

Kleiner Spatz hält Supermarkt in Atem

Tierecke
28.05.2026 05:20
Porträt von Katharina Lattermann
Porträt von Tierecke
Von Katharina Lattermann und Tierecke

Seit einigen Monaten spielt sich in einem Supermarkt in St. Pölten ein tierisches Drama ab. Ein kleiner Spatz flattert verzweifelt durch die Gänge, prallt immer wieder gegen Fenster und findet offenbar keinen Weg hinaus. Viele Kunden leiden mit dem gefiederten „Dauergast“ – und hoffen auf seine baldige Rettung.

Bereits Ende März berichtete die „NÖN“ über den kleinen Vogel, der im Interspar in der Daniel-Gran-Straße gefangen ist. Doch auch Wochen später hat der Spatz den Weg in die Freiheit offenbar noch immer nicht gefunden. Immer wieder fliege er Richtung Licht zu den Deckenfenstern, schildert eine besorgte Leserin der „Krone“.   

„Man müsste ihm doch nur einmal die richtige Tür oder die Fenster öffnen“, schlägt die Tierfreundin vor. Doch so leicht dürfte sich die Sache nicht gestalten, denn im Hintergrund wird bereits einiges versucht, um den kleinen Vogel sicher nach draußen zu geleiten. 

Die großen Glasfronten locken den Vogel an, doch dort gibt es leider keinen Ausweg für ihn.
Die großen Glasfronten locken den Vogel an, doch dort gibt es leider keinen Ausweg für ihn.(Bild: privat, Krone KREATIV)

Netze sollen helfen
Auf Anfrage der „Krone“ betont die Supermarktkette, dass das Schicksal des Spatzes sehr ernst genommen werde. Man stehe seit seinem Auftreten in engem Austausch mit dem Tierschutzverein St. Pölten sowie externen Experten. Maßnahmen wie das Öffnen der Lichtkuppeln und sogar spezielle Netze, die dem Tier den Weg ins Freie weisen sollen, haben bisher leider nicht funktioniert. 

Das Bild zeigt die Größenverhältnisse: Riesengroßer Supermarkt – sehr kleiner Vogel...
Das Bild zeigt die Größenverhältnisse: Riesengroßer Supermarkt – sehr kleiner Vogel...(Bild: zVg, Krone KREATIV)

Besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden werde versucht, dem Vogel stressfrei die Flucht zu ermöglichen, da Spatzen zu diesen Zeiten besonders aktiv sind. Bleibt zu hoffen, dass der kleine Vogel seinen Weg bald hinausfindet – und seine Runden künftig wieder unter freiem Himmel statt zwischen Einkaufswägen und Supermarktregalen drehen kann. Viele Kunden drücken jedenfalls fest die Daumen für ein glückliches Ende der laufenden Rettungsaktion.

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