Wo die Prominenz drei Tage zuvor den Spaten angesetzt hatte, um die Baustelle einzuweihen, fand ein Arbeiter eine 250-Kilo-Bombe. Für den Familienvater schon fast „Routine“. Doch jetzt hofft er, bis zur Pension ohne diesen Nervenkitzel auszukommen und freut sich, wenn er wieder außerhalb der bevorzugten Abwurfzone der Alliierten baggern darf.
„Normalerweise bin ich beim Abbruch, aber ich hab’ den größten Bagger in der Firma. Der wurde hier gebraucht. Ich weiß, warum ich nicht gerne in Linz baggere“, sagt Johann Kalick (45) aus Micheldorf. Er saß in der Fahrerkabine, als seine Schaufel am Montag einen konischen Gegenstand freilegte. „Ich wusste gleich, dass das kein alter Boiler ist“, schildert Kalick. Sein erster Gedanke: „Muss das so kurz vor Dienstschluss um halb fünf Uhr sein?“
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