Mit massivem Erbrechen und neurologischen Störungen reagierten die Hündinnen „Gina“ und „Athene“, nachdem sie im März einen mit Drogen versetzten Keks gefressen hatten. Eine Hundehalterin musste sich deswegen am Landesgericht Linz verantworten. Ihr wurde vorgeworfen, das Tierleid in Kauf genommen zu haben.
Von einem Versehen beim Putzen sprach die Angeklagte (20), die Staatsanwaltschaft warf ihr Vorsatz vor. Fakt ist, dass zwei Hündinnen (3, 4) mit neurologischen Störungen und massivem Erbrechen in einer Linzer Wohnung in ihrem eigenen Kot und Urin lagen. Dafür musste sich die 20-Jährige am Dienstag am Landesgericht Linz wegen Tierquälerei verantworten.
„Ist mir beim Putzen runtergefallen“
Was war geschehen? Am 9. März sollen „Gina“ und „Athene“ einen „Haschkeks“ gefressen haben. „Der ist mir beim Putzen runtergefallen, da haben sie die Brösel erwischt. Danach habe ich die Hunde noch zwei bis drei Stunden beobachtet. Da war nichts, dann bin ich ins Bett gegangen“, schildert die Jus-Studentin.
Bemerkt hätte sie den Zustand der Vierbeiner erst am nächsten Vormittag. Denn da soll die Mitbewohnerin und Besitzerin von „Athene“ die Polizei verständigt haben. „Was haben Sie gemacht, als Sie sahen, dass es Ihrem Hund schlecht geht?“, will die Richterin wissen.
Polizisten und Mitbewohnerin werden befragt
„Ich habe das Hundebett mit dem Erbrochenen in die Dusche gelegt und zu putzen angefangen. Zum Tierarzt konnte ich nicht fahren, weil ich keinen Führerschein habe, und außerdem war auch schon die Amtstierärztin da“, so die Angeklagte. Neben der Veterinärin sollen auch noch Polizisten und die Mitbewohnerin befragt werden. Am 18. August wird weiterverhandelt.
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