Sagen Vertreter

Schule sollte besser auf Alltagsleben vorbereiten

Oberösterreich
10.06.2026 10:00

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Doch stimmt dieser alte Spruch eigentlich noch. Was sich die beiden Sprecher der Landesschülervertretung Oberösterreich von unseren Bildungsstätten wünschen, hat die „Krone“ nun erfragt.

Was bewegt die rund 200.000 oberösterreichischen Schüler? Wenn das jemand weiß, dann Philipp Köck und Juliana Eckerstorfer. Um den drängendsten Wünschen und Sorgen Gehör zu verschaffen, haben die beiden Sprecher der Landesschülervertretung Oberösterreich gerade die Bildungssprecher aller Parteien und anschließend noch die „OÖ-Krone“ besucht – und das trotz Maturastress.

Juliana Eckerstorfer
Juliana Eckerstorfer(Bild: LSV OÖ)

Mentale Gesundheit immer wichtiger
Ganz vorne bei den Wünschen: Mentale Gesundheit der Schüler. „Während Corona war das Thema medial so präsent, seither geht es immer mehr unter. Dabei ist es sehr wichtig“, betont Eckerstorfer. Hier setzen sich die Schülervertreter für Buddy-Programme, Schul-Support-Personal und den Ausbau des Schulpsychologen-Angebots ein – schließlich kommen bundesweit auf einen Psychologen rund 6000 Schüler. „Unser zweiter Fokus liegt auf der Digitalisierung, vor allem im Bezug auf KI. Schüler müssen in der Schule auf die richtige Nutzung von Künstlicher Intelligenz vorbereitet werden“, so Eckerstorfer und Köck. Insbesondere sollten die Schüler lernen, die KI sinnvoll einzusetzen, ohne das kritische Denken zu verlieren. Dafür brauche es eine Fortbildung von Lehrkräften und eine Anpassung von Lehrmaterial und Lehrplan.

Philipp Köck
Philipp Köck(Bild: Landesschülervertretung Oberösterreich)

Das große „Überthema“ bleibt: Schule muss besser auf das Alltagsleben vorbereiten – in Sachen Demokratiebildung, KI, Digitalisierung oder Finanzbildung. Auch Individualisierung heben die beiden Sprecher hervor: Etwa das Flexzeiten-System, in dem Einheiten im selben Fach zusammengelegt werden. So bleibt mehr Zeit, Themen individuell zu vertiefen. Auch einheitliche Regelungen für digitale Hilfsmittel bei der Zentralmatura oder eine transparentere Benotung wünschen sich viele Schüler

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