Ostern rückt näher und bringt wie gewohnt viele kulinarische Traditionen mit sich. In vielen österreichischen Haushalten steht am Karfreitag Fisch fix auf dem Speiseplan, besonders der Süden zeigt sich traditionsbewusst. Auch am Gründonnerstag landet häufig Spinat auf dem Teller – vor allem bei jüngeren Menschen.
Grün steht in der christlichen Tradition für Leben und Hoffnung. Gerade jüngere Menschen scheinen das zu schätzen: Bei 34 Prozent der 18- bis 29-Jährigen landet am Gründonnerstag Spinat auf dem Teller. Insgesamt greifen drei von zehn Österreichern an jenem Tag zu Spinat.
Im Vorjahr seien laut der Marke Iglo 4,4 Millionen Packungen Tiefkühlspinat vor Ostern verkauft worden. Das waren 45 Prozent der gesamten Jahresmenge. Gründonnerstag ist der fünfte Tag der Karwoche, Christen gedenken des letzten Abendmahles Jesu am Vorabend der Kreuzigung. Dem Brauch zufolge essen viele Menschen an dem Tag grünes Gemüse – obwohl sich die Bezeichnung Gründonnerstag eigentlich vom Wort „greinen“ (weinen, klagen) ableitet.
Fisch bleibt Fixpunkt am Speiseplan
Am Karfreitag, einen Tag darauf, wird bei einem Viertel der Österreicherinnen und Österreicher fix Fisch serviert. An jenem Tag betrauern Christen die Kreuzigung Jesu. Dabei zeigen sich die Geschlechter unterschiedlich traditionsbewusst: 31 Prozent der Männer folgen der religiösen Diät, bei den Frauen sind es 20 Prozent, zeigte eine Umfrage im Auftrag des Lebensmittelunternehmens Iglo am Dienstag.
Kärnten und Steiermark setzen auf Tradition
Am traditionsbewusstesten zeigen sich laut der Umfrage Kärntner und Steirer: Dort isst beinahe jeder Zweite immer Spinat am Gründonnerstag. Fisch am Karfreitag kommt bei mehr als einem Drittel immer auf den Tisch. Laut der Statistik Austria hatten 2021 rund 59 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ein katholisches oder evangelisches Religionsbekenntnis. 2001 waren es noch über 78 Prozent.
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