


















Der neue Wiener Erzbischof hat am Palmsonntag dazu aufgerufen, sich auch in schweren Zeiten mit „einem rauen Gesellschaftsklima“ von der „von der österlichen Dynamik der Hoffnung anstecken und erfassen zu lassen“.
Der Stephansdom war voll besetzt bei der ersten Palmsonntagsmesse von Josef Grünwidl als Nachfolger von Christoph Schönborn im Amt des Wiener Erzbischofs. Wegen des Regens konnte die traditionelle Segnung der Palmzweige und die anschließende Prozession nicht wie üblich bei der Pestsäule am Graben beginnen, sondern musste in den Dom verlegt werden.
„Rauer Ton verschiebt Werteskala“
In seiner Predigt griff Grünwidl die bei vielen nicht gerade beliebte Umstellung auf die Sommerzeit und auch das rauere Wetter auf: „Friede in Europa, Demokratie, Menschenrechte, Sicherheit – vieles ist fragwürdig und brüchig geworden. Die Welt taumelt, die Zeiten haben sich geändert, das Klima ist rauer.”



















Der raue Klimawandel beginne oft mit der Verrohung der Sprache: „Aggressive, menschenverachtende, abwertende Worte schaffen Wirklichkeit. Der raue Ton verschiebt unsere Werteskala, kann rücksichtslos und gewaltbereit machen.”
Karwoche endet mit Auferstehung
Die Karwoche, die mit dem Palmsonntag beginnt und mit dem Ostersonntag endet, zeige aber, wie sich das „Klima in der Menschheitsfamilie” zum Guten und zum Besseren verwandeln könne: „durch Liebe und Hingabe, durch Gewaltlosigkeit und Versöhnung”. Eben jener Weg, den Christus in der Karwoche konsequent gegangen sei, bis zum Tod am Kreuz, dem zu Ostern die Auferstehung gefolgt ist.
Grünwidl war im Jänner zum Erzbischof von Wien ernannt worden, er folgte damit Kardinal Christoph Schönborn nach. Dieser hatte sich aus Altersgründen aus dem Amt zurückgezogen.
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