Trotz Fahrradprüfung

Warum diese Kinder nicht zur Schule radeln dürfen

Niederösterreich
20.05.2026 05:00

Fahrradprüfung bestanden, relativ kurze Distanz – doch den meisten Volksschülern im niederösterreichischen Pressbaum bleibt die Fahrt mit dem Rad zur Schule verwehrt. Warum? Die örtliche Radlobby ist den Ursachen auf den Grund gegangen.

„Nie“, „selten“, „manchmal“ – das sind die häufigsten Antworten auf die Frage, wie oft das Kind mit dem Fahrrad zur Schule fährt. Erhoben hat das die örtliche Radlobby in Pressbaum unter den Eltern jener Volksschüler, die bereits die Fahrradprüfung absolviert haben.

Eigentlich ideale Voraussetzungen
Dabei wären in der Stadt im Wienerwald die Voraussetzungen für den Großteil der Kinder, sich für den Weg in die Schule in den Fahrradsattel zu schwingen, geradezu ideal. „Denn in mehr als 60 Prozent der Fälle beträgt die Distanz zur Volksschule nur maximal zwei Kilometer“, fasst Andreas Geiser von der Radlobby zusammen.

Hauptstraße als Hindernis
Allerdings: Größtes Hindernis für die jungen Radfahrer ist offenbar die B44, die als Hauptstraße durch das Stadtgebiet führt. Die Situation für Radfahrer dort bewerten 83,9 Prozent der Befragten als „unsicher“ oder „sehr unsicher“, nahezu 70 Prozent sehen sie sogar als „nicht genügend“ an.

Derzeit steht Radlern dort ein sogenannter Mehrzweckstreifen zur Verfügung. Dieser wird von den Eltern besonders kritisch beurteilt. Nur 1,9 Prozent würden ihr Kind alleine darauf losradeln lassen. Anders wäre die Situation bei einem baulich von der Fahrbahn getrennten Radweg: Dort würden 85,8 Prozent der Eltern ihre Kinder selbstständig in die Pedale treten lassen.

Frage des Geldes
Wer soll die Errichtung bezahlen? Auch das hat die Radlobby abgefragt. 88,1 Prozent der Eltern sprechen sich für Umschichtungen im Stadtbudget aus. Höhere Gemeindeabgaben wären nur 20,8 Prozent bereit zu zahlen. Immerhin 39,6 Prozent würden Parkgebühren als Möglichkeit zur Finanzierung befürworten.

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