An der Figur des Otto Ender scheiden sich die Geister. Der Autor Robert Schneider warnt vor einseitigem Schubladendenken und zeichnet das Bild einer Persönlichkeit, die ein ganzes politisches Leben lang zwischen den Fronten wandelte. Ein genauerer Blick lohnt sich jedenfalls.
Keine historische Persönlichkeit der Landespolitik ist so umstritten wie Otto Ender (1875 – 1960), der erste und bisher einzige Bundeskanzler aus Vorarlberg, wenn auch nur für ein halbes Jahr. Einigen Historikern, besonders mit christlich-konservativem Hintergrund, gilt er als Demokrat und Anwalt des Volkes, anderen wiederum als autoritärer Verfechter des Ständestaats, der federführend im Kabinett von Engelbert Dollfuß an der austrofaschistischen Verfassung („Maiverfassung“) mitarbeitete, die 1934 zu Beseitigung der demokratischen Republik führte.
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